Beete

Hochbeet bauen - Bauanleitung

Hochbeete waren schon vor Jahrzehnten beliebt, als in Bauerngärten Beete durch unterschiedliche Höhen voneinander abgegrenzt wurden. Heute sind die Hochbeete wieder bekannt geworden und modern. Vor allem ist ein Hochbeet, wenn es in der richtigen Höhe gebaut wurde, ideal um den Rücken zu schonen. Denn viele von uns haben beim längeren Bücken im Garten über kurz oder lang Rückenschmerzen. Dies lässt sich sicher nicht ganz vermeiden, aber ein wenig hilft ein Hochbeet schon dabei, für die Gartenarbeit gerade stehen zu können.


 
Für die Anlage eines Hochbeetes gibt es viele Möglichkeiten. Sie brauchen dafür auch nicht unbedingt eine große Fläche frei zu haben. Denn beispielsweise ein schmales Hochbeet neben dem Gartenweg oder am Eingang sieht sehr schön aus, und wenn man von beiden Seiten herantreten kann, hat man leichtes arbeiten. Aus welchem Material ein solches Beet angelegt wird, ist Ihrer Fantasie überlassen.

Es gibt mehrere Arten. Haben Sie beispielsweise viele Sandsteine zur Verfügung, könnten Sie entlang Ihres Eingangsweges eine Trockenmauer aus Sandsteinen legen. (Trockenmauer heißt, ohne Mörtel werden die Steine übereinandergelegt). Durch kleine Pflanzen, die Sie setzen oder durch Anflug, werden die Spälte zwischen den Steinen über kurz oder lang bewachsen, und haben dadurch Halt. Setzen Sie circa einen halben Meter nach der Trockenmauer eine Zweite, haben Sie schon die Begrenzungen für Ihr Hochbeet fertig. In diesem Fall würden Sie nur noch Erde einfüllen müssen. Ist dieser Randstreifen sehr lang, kann man auch quer noch ein paar Abtrennungen aus den Steinen machen. Dann wird nur jedes zweite der entstehenden Fächer mit Erde gefüllt, die dazwischen mit kleinen Sandsteinen oder grobem Kies. Auf diese Fläche kann man dann im Sommer bepflanzte Schalen oder andere Deko stellen.
 
Sollten Sie aber eine freie Fläche zur Verfügung haben, die Sie mit einem Hochbeet "bepflanzen" wollen, dann kaufen Sie am besten Holz, das möglichst gut trocken ist.

Kaufen Sie im Baumarkt keinesfalls Leimholz, das ist für den Außenbereich nicht geeignet. Kaufen Sie Bretter, wie breit diese sind ist egal, man kann mehrere übereinandersetzen. Diese können gehobelt sein, müssen sie aber nicht. Es hat beides seinen Reiz im Aussehen.

Kaufen Sie einen Balken, circa 8 mal 8 Zentimeter, den Sie in 4 gleich lange Stücke teilen. Soll das Hochbeet so rund 80 Zentimeter hoch werden, könnten Sie 2 Stück mit einer Länge von 2 Metern kaufen, und diese jeweils halbieren. Diese Pfeiler bilden die Eckpfosten. Die Bretter sollten Sie so kaufen, dass Sie sie ebenfalls ohne großen Verschnitt auf die gewünschten Maße bringen können. Soll das Hochbeet also 80 mal 160 in den Seitenlängen sein, wäre es schlecht, denn dann bleibt allerhand Holz ungenutzt. Kaufen Sie also Bretter, die 250 Zentimeter lang sind, können Sie 160 abschneiden, und erhalten noch ein Stück von 70 Zentimeter, was für die Breite auch ausreichend ist. Aber die Größe kann variieren, und welche Bretter Sie kaufen, bleibt auch Ihnen überlassen. Legen Sie nun zwei der Pfosten auf den Boden, und verbinden Sie diese mit den kurzen Brettstücken. Diese werden vorgebohrt und mit Spanplattenschrauben verschraubt. Pro Brett sollten je nach Breite 2 Schrauben genommen werden, sodass sich das Brett an den Seiten nicht nach oben werfen kann. So verfahren Sie mit dem 3. und 4. Pfosten auch, so haben Sie zwei Wände. Diese brauchen Sie jetzt nur noch mit den langen Brettern ebenso zu verbinden. Achten Sie darauf, dass die Bretter eng aneinander liegen, damit später die Erde nicht herausfällt. So ist dann ein "Holzkasten" entstanden, der nur noch aufgestellt werden muss.
 
Schön sieht es aus, wenn die Bretter nicht bis ganz an den oberen Rand gehen, sondern die 4 Pfähle noch ein Stück herausstehen. Auf die obere Schnittkante der Pfeiler sollten Sie einen Schutz aufschrauben, damit das Wasser nicht hineinläuft. Das kann ein etwas überstehendes Blech sein, oder auch ein Stück Hartgummi, oder einfach ein Stück von einem Holzbrett, dass rundum übersteht. Schauen Sie mal, was Sie dafür finden, dieser Schutz kann auf alle Fälle aus Resten hergestellt werden. Tragen Sie den Kasten nun zu zweit an die gewünschte Stelle. Dann muss er akkurat aufgestellt werden, also in alle Richtungen waage. Benutzen Sie eine Wasserwaage. Denn steht er mit einer Ecke höher oder tiefer, verwindet sich das Bauwerk und wird instabil.

Um den Kasten gerade zu stellen, können Sie unter einen oder mehrere Pfosten etwas unterlegen, etwa ein Stück Schiefer oder eine alte Fliese. Nun können Sie überlegen, ob Sie das Holz behandeln wollen oder nicht. Unbehandeltes Holz hält auch recht lange, aber natürlich zersetzt sich das Holz mit der Zeit. Sie können deshalb den Kasten auch mit Lasur oder etwas Ähnlichem behandeln. Auch ist es eine Möglichkeit, das Bauwerk innen mit Folie zu bespannen, damit die Erde nicht direkt an das Holz kommt. In diesem Fall muss aber die Folie nach unten offen sein, damit das Wasser ablaufen kann.
 
Steht das Beet waage und stabil, können Sie die Erde einfüllen. Sollte das Beet doch recht groß geworden sein, und Sie haben nicht genug Erde, können Sie auch zunächst noch ein bis zwei Wochen warten, und in dieser Zeit Ihren Grünschnitt unten hinein füllen. Dann erst die Erde darauf. Wenn die Erdschicht 40 bis 50 Zentimeter beträgt, reicht das auch. Sie haben nun Ihr Beet fertig. Egal ob Sie Gemüse, Blumen oder Ziergehölze hinein pflanzen wollen, sieht es besonders schön aus, wenn Sie ganz am Rand ein paar Samen von Kapuzinerkresse oder Wicken säen. Wenn diese dann am Holz herunter ranken und blühen, sieht das sehr schön aus. Gutes Gelingen!

 

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„Deine Nahrung soll Deine Medizin sein und Deine Medizin soll Deine Nahrung sein“

Hippokrates (460-370 v.Chr.)

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