Beete

Hochbeete

Sucht man nach einer Alternative zum herkömmlichen Gartenbeet so ist das Hochbeet genau das Richtige.

Hochbeete unterscheiden sich zu herkömmlichen Beeten dahingehend, dass diese nicht ebenerdig – wie normalerweise -, sondern erhöht angelegt sind Diese Beetversion ist meist bei Liebhabern naturnaher Gärten wiederzufinden.

Hochbeete haben vor allem Vorteile zu bieten. Zu diesen Vorteilen gehört zum Beispiel, dass sie Rücken schonend bewirtschaftet werden können. Man muss sich nicht bis zum Boden bücken, um die Pflanzen im Hochbeet zu pflegen. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass die Pflanzen durch die vielen Nährstoffe sehr gut gedeihen. Außerdem wird zusätzliche Bodenwärme geschaffen. Die Höhe der Hochbeete hat außerdem zum Vorteil, dass Schnecken kaum Chancen haben, sich an den Pflanzen satt zu fressen.


 
Das Geheimnis eines Hochbeetes liegt vor allem in den unteren Bodenschichten. Diese werden aus Gartenabfällen aufgeschichtet. Mit der Zeit fangen die Gartenabfälle an, sich zu zersetzen. Der natürliche Kreislauf der Natur beginnt. Durch die Zersetzung steigt nicht nur die Bodentemperatur an. Auch zahlreiche Nährstoffe werden freigesetzt. Zusätzliches Düngen ist aus diesem Grund fast unnötig. Außerdem wird bei der Zersetzung Kohlendioxidgas freigesetzt. Dieses steigt durch die lockere Erde auf und ist ebenso gut und wichtig für den Wachstum der Pflanzen.

Bevor es jedoch ans Bepflanzen des Hochbeetes geht, muss dieses zuerst einmal errichtet werden. Bereits bei der Planung ist einiges zu beachten. So sollte das Hochbeet zum Beispiel eine Höhe von mindestens 80 cm und höchstens 120 cm haben. Somit ist es möglich, das Hochbeet bequem zu bearbeiten. Um auch die Pflanzen von der Seite gut erreichen zu können, sollte das Hochbeet maximal 130 cm breit sein. Diese Breite ist optimal, um von beiden Seiten die Pflanzen noch gut bewirtschaften zu können. Die Länge kann ganz individuell gehalten werden. Optimal ist jedoch eine Länge von mindestens 200 cm, da man dann bequem in das Hochbeet steigen kann, wenn die Erde gewechselt werden muss.

Aus welchen Materialien das Hochbeet errichtet wird, ist ganz dem Gärtner überlassen. Sicherlich kommt es auf die jeweilige Gestaltung des restlichen Gartens an und auch die Wünsche des Gartenbesitzers sollten mit einfließen. Hervorragend geeignet für ein Hochbeet ist zum Beispiel Holz. Es sollten jedoch starke Holzbohlen verwendet werden. Diese sind stark genug, um dem Druck der Erde standhalten zu können. Je länger das Hochbeet ist, desto mehr Halt brauchen auch die Bohlen. So sollten in gewissen Abständen Holzpfosten zur Stabilisierung gesetzt werden.


 Hochbeete
 
Der Nachteil von Holz liegt jedoch in der Witterungsbeständigkeit. Im Gegensatz zum Holz sind Steine jedoch witterungsbeständig und bieten außerdem eine ausgefallene Optik. Außerdem können Steine nicht durch Fäulnis angegriffen werden. Selbst Metall bietet sehr gute Eigenschaften, die einem Hochbeet zu Gute kommen. So können zum Beispiel verzinkte Wellblechplatten als Umrahmung für ein Hochbeet verwendet werden.

Wer sich ein Hochbeet anlegen möchte, der muss jedoch auch in Kauf nehmen, dass die Erde des Hochbeetes nach einem bestimmten Zeitraum ausgetauscht werden muss. Die in den unteren Schichten des Hochbeetes verarbeiteten Gartenabfälle sind nach ca. fünf bis sechs Jahren vollständig zersetzt. Spätestens dann sind die Nährstoffe von den Nutzpflanzen vollständig verbraucht worden. Neue Erde muss eingefüllt werden.

Welche Bepflanzung sollte jedoch für das Hochbeet verwendet werden? In den ersten drei Jahren sollte man sich für starkzehrende Pflanzen entscheiden. Das bedeutet, dass in den ersten drei Jahren so viele Nährstoffe vorhanden sind, dass sie von schwachzehrenden Pflanzen überhaupt nicht vollständig verbraucht werden können. Zu den starkzehrenden Pflanzen, die eben sehr viele Nährstoffe benötigen, gehören zum Beispiel Lauch, Tomaten, Gurken und Auberginen. Ab dem dritten Jahr können dann Kräuter, Salat und ähnliches gepflanzt werden, was nicht so viele Nährstoffe benötigt.

Das Hochbeet kann jedoch nicht nur als Nutzbeet verwendet werden. Auch als Umrandung für eine Terrasse sind Hochbeete als Zierbeete sehr gut geeignet. Hochbeete, die eher dekorativ genutzt werden, bedürfen auch nicht der ganz speziellen Pflege, wie es bei Nutzbeeten der Fall ist. Eine Schichtung aus Gartenabfällen und Erde ist nicht nötig. Das Hochbeet kann mit humusreicher Gartenerde aufgefüllt werden. Dies ist für die Zierpflanzen völlig ausreichen. Die Pflanzen sollten jedoch mit Bedacht gewählt werden. Sie sollten möglichst klein bleiben und nicht zuviel Platz in Anspruch nehmen. Sehr schön wirken auch Bodendecker und rankende Pflanzen, die dann an den Seitenwänden des Hochbeetes hinabranken.

 

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  • By Edelgard

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