Düngen

Brennesseljauche Inhaltsstoffe

Brennesseljauche Inhaltsstoffe

Brennesseljauche ist eines der Hausmittel, die sich am besten bewährt haben. Mit nur ein wenig Aufwand kann man so sein eigenes biologisches Düngemittel für in und außerhalb des Hauses herstellen. Dabei ist es gleichzeitig ein effektives Mittel, um Schädlinge zu bekämpfen. Wer seine Pflanzen nicht mit chemischen Tinkturen belasten möchte, ihnen aber dennoch beim Wachstum unter die Arme greifen will, der sollte es mal ausprobieren. Aber wie geht es richtig?

Die Herstellung von Brennesseljauche

Um eine wirksame Brennesseljauche herzustellen, braucht man zu allererst einen ganzen Haufen Brennesseln: je nach Bedarf einen Eimer oder eine ganze Tonne voll. Für den Gebrauch im eigenen Garten und Haus genügt natürlich vorerst der Eimer. Beim Sammeln der Brennnesseln sind Alter, Größe und Lage der Brennesseln nicht von Bedeutung.
Wieder zu Hause angekommen müssen die Brennesseln mit Wasser bedeckt werden. Dazu eignet sich besonders Regen- oder Brunnenwasser. Leitungswasser ist in vielen Regionen zu kalklastig, um für diesen Prozess geeignet zu sein. Sind die Brennesseln reichlich mit Wasser bedeckt, wird der Behälter mit einem luftigen Tuch oder Ähnlichem abgedeckt und möglichst in die Sonne gestellt, da eine erhöhte Wärmezufuhr den Vorgang deutlich beschleunigt. Nun ist die eigentliche Arbeit erst einmal getan. Wichtig ist, dass jederzeit Sauerstoff an die Jauche kommt.
Jetzt noch täglich umrühren und das Gemisch ist nach circa 3 Wochen anwendungsbereit. Der unerträgliche Gestank beweist nur, dass alles richtig gemacht wurde. Will man ihn etwas neutralisieren, kann man aber durchaus Steinmehl, Kamille oder Baldrian hinzugeben.

Die verschiedenen Anwendungen der Jauche

Um die Brennesseljauche erfolgreich anzuwenden, muss sie zunächst im Verhältnis 1:20 mit Wasser gemischt werden. Dann kann man sie ohne Bedenken auf Beete im Garten oder in Blumentöpfe im Haus verteilen. Bei besonders kräftigen Pflanzen empfiehlt sich eine höhere Dosierung von 1:10. Bei regelmäßiger Düngung dann wieder ein vermindertes Verhältnis von circa 1:50.
Möchte man allerdings Schädlinge von Pflanzen vertreiben, muss man dem arbeitenden Gemisch schon nach ungefähr drei Tagen kleine Mengen entnehmen und diese auf die betroffenen Blätter und Sprosse auftragen, da zu diesem Zeitpunkt die Gärung noch nicht eingesetzt hat. Die fertige Brennesseljauche sollte dazu auf keinen Fall verwendet werden, auch wenn das öfters behauptet wird. Wichtig ist es auch, die Pflanzen nicht nur einmalig, sondern über mehrere Tage hinweg damit zu behandeln. Entnommene Mengen Brennnesseljauche können einfach mit Wasser nachgefüllt werden und werden bei regelmäßigem Umrühren wieder zu neuer Jauche.
Zur Schädlingsbekämpfung eignen sich nicht nur Brennnesseln, sondern auch viele andere Kräuter, wie etwa Thymian, Lavendel und Salbei, aus denen man auf genau dieselbe Art und Weise Jauchen herstellen kann.

Allzweckmittel Brennesseljauche

Das Gute an der Jauche aus Brennesseln ist, dass man sie für fast alles benutzen kann. Ob für den Obst- oder Gemüsegarten, für Kräuterlandschaften oder für Zierpflanzen, jede Art Gewächs ist für solch eine Jauche dankbar.
Weiß man allerdings nicht genau, wie viel Dünger man seinen Pflanzen geben sollte, empfiehlt sich eher weniger als mehr, da zu viel Dünger vor allem junge Pflanzen überfordert.

 

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„Deine Nahrung soll Deine Medizin sein und Deine Medizin soll Deine Nahrung sein“

Hippokrates (460-370 v.Chr.)

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