Kräuter Anbau

Kräuter überwintern

Kräuter überwintern

Leider stammen die meisten Kräuter nicht aus unseren Gefilden und kommen daher mit dem Winter in unseren Breitengraden nicht zurecht. Rosmarin, Basilikum oder einige Arten vom Estragon gehören in diese Kategorie. Zwar wachsen sie im Sommer sehr üppig - und das zumeist in Kübeln-, naht allerdings der Winter, stellt sich früher oder später die Frage, wie man seine Kräuter heil über diesen bekommt.

Nicht alle Arten kann man überwintern. Einjährige Kräuter müssen in jedem Jahr neu ausgesät werden. Manche Arten vom Basilikum und die Kapuzinerkresse zählen zum Beispiel dazu. Ihnen fehlt für eine Überwinterung bei uns ausreichend Licht. Selbst im Haus auf der Fensterbank scheitern die Überwinterungsversuche in der Regel kläglich, weil das Sonnenlicht fehlt. Diese Kräuter kann man nur im nächsten Jahr neu ansäen und sich an deren Pracht erfreuen.

Andererseits gibt es auch genügend andere Kräuter, die mit speziellen Maßnahmen unsere Winter unbeschadet überstehen können. Zwar sind sie ebenfalls meist nicht aus unserer Klimazone, können aber durchaus weniger Licht und absinkende Temperaturen vertragen, ohne gleich einzugehen. Solche Kräuter werden am besten als Kübelpflanzen gehalten. Im Winter wird der Kübel samt Pflanze an einen frostfreien Platz gebracht, wo er in Ruhe überwintern kann. So kann man etwa an Rosmarin und Salbei lange Jahre Freude haben.

An den Überwinterungsplatz werden einige Anforderungen gestellt. Der Standort muss kühl sein, Frost darf allerdings nicht auftreten. Außerdem benötigen die Kräuter Licht. Sie sind darauf eingestellt, dass das Licht im Winter weniger wird, ganz darauf können sie aber nicht verzichten. Wärme ist bei einer Pflanze gleichbedeutend mit einem regen Stoffwechsel, dabei verbraucht die Pflanze Energie, welche durch Licht wieder aufgefüllt werden muss. Im Winter ist allerdings kein ausreichendes natürliches Licht vorhanden. Infolgedessen verliert die Pflanze immer mehr Kraft und im Endeffekt ihr Leben. Bei einer kühlen Umgebung fahren die Kräuter ihren Stoffwechsel zurück und die Energiereserven reichen bis zum Frühjahr aus.

Kräuter benötigen sehr unterschiedliche Voraussetzungen zu einem guten Gedeihen und mehrjährigem Leben. Der Schnittlauch muss mindestens einmal vom Frost durchsetzt werden, damit er im folgenden Frühjahr wieder austreibt.

Die bei uns bekannten Gartenkräuter wie die Petersilie, Liebstöckel und Pimpinelle benötigen im Winter kaum einen besonderen Schutz. Sie sind winterhart und können problemlos draußen bleiben. Sie benötigen nur unsere Hilfe, wenn sie einen ungeschützten Standort haben oder wenn es sehr kalt werden soll, ohne dass Schnee liegt. Dann müssen die Kräuter etwas geschützt werden, damit sie nicht erfrieren. Eine Decke aus Fichtenreisig oder Laub ist dafür optimal.

Allgemein ist im Herbst das Aufbringen von einer geschlossenen Mulchdecke zu empfehlen. Sie schützt den Boden und die darin befindlichen Pflanzen. Das ist insgesamt ein guter Schutz für den gesamten Garten. Wurde Mulch aufgebracht, müssen außerdem die Kräuter nicht zusätzlich geschützt werden. Sollte es sehr trocken sein, können die Kräuter an frostfreien Tagen ein wenig gewässert werden.

 

Tags:

Kraeuter Welt Suche

„Deine Nahrung soll Deine Medizin sein und Deine Medizin soll Deine Nahrung sein“

Hippokrates (460-370 v.Chr.)

Newsletter

Bleibe ständig auf dem Laufenden. Wir schicken dir eine E-Mail sobald es was Neues gibt.

Please publish modules in offcanvas position.