Kräuter Anbau

Mehrjährige Kräuter

Zur Kategorie mehrjährige Kräuter zählt in jedem Fall der Liebstöckel. Aber auch der Thymian, Salbei, Lavendel, Rosmarin, Bohnenkraut und Oregano gehören zu den winterharten Kräutern. Da vor allem ältere Pflanzen zum Verholzen neigen, sollten sie im April unbedingt zurückgeschnitten werden. So kann die Wuchsform dicht und kompakt erhalten werden. Werden die Pflanzen eine Handbreit vom Boden abgeschnitten, so kommen sie wieder schön in Form.

Beim Rosmarin ist es wichtig, nur die Triebspitzen zu entfernen. Nicht mehr tragende und alte Triebe schneidet man ebenfalls ganz ab. Auf diesem Weg steht im Frühling einer guten Ernte nichts mehr im Weg. Die mehrjährigen Kräuter lassen sich im Spätsommer vermehren. Dazu sind dann frische, saubere und feinsandige Beete nötig. Spezielle Aussaaterde ist dazu besonders zu empfehlen. In die Erde werden die Kräuter einfach hineingesteckt. Die Blätter sollten bis zur Hälfte eingekürzt sein. Dann muss man darauf achten, dass die Kräuter nicht austrocknen. Steht kein geeignetes Beet zur Verfügung, so dann man die Pflanzen auch auf der Terrasse oder dem Balkon vermehren. Am besten benutzt man hierzu ein Mini-Gewächshaus. Man kann zwar die mehrjährigen Kräuter das ganze Jahr hindurch ernten, trotzdem sollte man sie in der kälteren Jahreszeit weniger schneiden.

Die Rosmarinblätter beispielsweise wachsen an holzigen Stielen, die man auch gut als Spieße für Fleisch oder Gemüse verwenden kann. Beim Schmoren fügt man einfach einen ganzen Rosmarinzweig bei, der dann später einfach wieder entfernt werden kann. Das Aroma von Rosmarin entfaltet sich langsam und intensiv. Deshalb sollte Rosmarin sehr sparsam zum Einsatz kommen. Es passt sehr gut zu Lammfleisch, Geflügel und Fisch, aber auch Tomaten oder Schweinefleisch erhält mit Rosmarin eine würzige und kräftige Note. Liebstöckel wird aufgrund seiner intensiv duftenden Blätter, die an das Würzmittel Maggi erinnern, auch Maggikraut genannt. Der Geschmack ist scharf und hat einen leicht bitteren Nachgeschmack. Man verwendet ihn überwiegend zum Würzen von Suppen, Eintöpfen, Dips, Dressings oder Salaten.

Ein Sud aus dem Samen wirkt darüber hinaus nicht nur entwässernd, er kann unter anderem auch als Mittel gegen Mandelentzündungen oder Bronchitis eingesetzt werden. Der Liebstöckel, wie auch die meisten anderen Kräuter, verlieren in getrocknetem Zustand an Aroma. Mit einem gut durchdachten Kräutergarten kann man das ganze Jahr hindurch frische Sorten ernten. Der Salbei zählt auch zu den Kräutern, die bei uns gut gedeihen, obwohl er ursprünglich aus dem Mittelmeerraum stammt. Steht er an der richtigen Stelle im Garten, kann er über mehrere Quadratmeter wuchern. Man sagt ihm eine zusammenziehende und desinfizierende Wirkung nach. Zudem hat der Salbei eine schweißhemmende Wirkung. Salbei schmeckt würzig und riecht aromatisch. Er kann für Fleischgerichte, Geflügel, Wild und Fischgerichte benutzt werden. Auch zur Herstellung von Kräuterkäse ist er besonders geeignet. Zu fetten Speisen passt dieses Kraut besonders gut. Er fördert die Bekömmlichkeit von schweren Speisen. Feingehackt und roh eignen sich Salbeiblätter für Geflügel- oder Fischfüllungen. Salbeiküchlein beispielsweise sind ein klassisches Gebäck, das auf der Kirmes oder auf dem Rummel angeboten wird. Dies ist in der Tatsache begründet, dass dieses Kraut einen Schutz vor Rausch bewirken kann. Salbei sollte allerdings nicht über eine längere Zeit oder in höherer Dosis zugeführt werden.

 

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„Deine Nahrung soll Deine Medizin sein und Deine Medizin soll Deine Nahrung sein“

Hippokrates (460-370 v.Chr.)

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