Planung

Planung des Kräutergartens

Bevor es mit der Planung des Kräutergartens losgeht, sind die Standortgegebenheiten zu bestimmen. Boden-, Klima-, und Lichtverhältnisse sind äußere Einflussfaktoren, die unmittelbar auf den Standort einwirken und ihn damit charakterisieren. Bedingt durch ihre Herkunft, stellen alle Pflanzen an den Standort gewisse Ansprüche, die sie zum Gedeihen benötigen. Nicht jede Pflanze kann an jeden beliebigen Ort wachsen. Um sie dennoch Anbauen zu können, sind die Grundvoraussetzungen mit den Ansprüchen der Pflanze zu vergleichen. Sich dabei ergebende Unterschiede bieten die Grundlage für anschließende Aufbereitung oder Verbesserungen des Pflanzenplatzes.

Bestimmung der Standortbedingungen

Klima Mitteleuropa liegt in den gemäßigten Breiten, gekennzeichnet durch vergleichsweise mittlere Temperaturen, sowohl im Sommer als auch im Winter. Im Bergland oder östlich der Elbe ist mit strengeren Frösten zu rechnen als in den westlichen Gebieten. Hervorgerufen wird die unterschiedliche Frosthärte durch den Einfluss des Atlantiks und dem damit verbundenen milderem maritimen Klima. Befindet man sich in einer relativ kalten Region, eignet sich nicht jede Pflanze für den Kräutergarten, sondern müsste im Zweifelsfall im Kübel gezogen und im Haus überwintert werden.

Licht Eine wichtige Rolle bei der Standortwahl spielen die Lichtverhältnisse. Sonnige, nach Süden ausgerichtete Standorte, sind für den Kräuteranbau am besten geeignet, da die Sonneneinwirkung für die Bildung der Inhaltsstoffe notwendig ist. Bäume oder Gebäude können störend wirken, wenn sie zu viel Schatten werfen und an die Pflanzen kaum noch Sonne kommt. Vor der Pflanzung ist deshalb der Lauf der Sonne zu beobachten, um festzustellen, wie der Schatten wandert und welcher Standort demnach am Sonnigsten ist.

Blatt- und Fruchtfall

Der natürliche Bewuchs durch Bäume und Sträucher beeinflusst neben den Lichtverhältnissen auch viele biologische Faktoren. Der Blatt- und Fruchtfall vieler Laubgehölze dient Tieren als Nahrungsquelle im Winter und fördert die Humusbildung auf dem Kompost.

Boden Ein weiterer wichtiger Faktor für die Pflanzenkultur ist der Boden. Er unterscheidet sich von der Region zu Region und dem vorherrschenden Bewuchs. Durch das vorhandene Gestein, zum Beispiel Basalt oder Granit, wird der pH-Wert optimal, d.h. er sollte weder zu sauer noch zu kalkhaltig sein und in einem Bereich von 6,5 bis 7,5 liegen. Genauso wichtig ist die Bodenstruktur, die in sandiglehmig und tonig-lehmig unterschieden werden kann. Am besten eignen sich für den Kräuteranbau sandig-lehmige Böden, da sie einen guten Nährstoff- und Wasserhaushalt besitzen und sich im Frühjahr relativ schnell erwärmen. Leichte sandige Böden können im Sommer austrocknen und Pflanzen schädigen. Im Gegensatz dazu kommt es bei schweren lehmigen Böden nach starken Regenfällen oder schneereichen Wintern häufig zu Staunässe. Dadurch wird die rasche Bodenerwärmung im Frühjahr gehemmt und es kann aufgrund von Übernässung und fehlenden Luftaustausch zu Wurzelfäulnis kommen, wodurch die Pflanzen sich nicht richtig entwickeln können und geschädigt werden. Aus den Erkenntnissen der Standortbegutachtung lassen sich Verbesserungsmöglichkeiten ableiten, die im Nachhinein viel Mühe ersparen.

Tipp: Die Bodenart lässt sich feststellen, indem man etwas Boden in der Hand zu einer Rolle formt. Fällt die Probe auseinander, ist es sandiger Boden. Fühlt sie sich tonig an und lässt sich kneten, ist es ein schwerer Lehmboden. Geht der Boden leicht auf, fällt aber nicht auseinander, hat der Boden eine sandig-lehmige Struktur, die sich am besten für die Kräuterkultur eignet. Größte Genauigkeit bieten Laboruntersuchungen in Landwirtschaftskamern und Versuchsanstalten.

 

Tags:

Kraeuter Welt Suche

Weiteres Wissen

  • 10/24/2017
  • By Edelgard

Möhren im Hochbeet

Möhren sind knackig, schmackhaft und gesund und gehören damit zu den beliebtesten Gemüsearten heimischer Gemüsezüchter. Kaum ein Kraut- oder Schrebergarten, der ohne die vitaminreiche Wurzel...

„Deine Nahrung soll Deine Medizin sein und Deine Medizin soll Deine Nahrung sein“

Hippokrates (460-370 v.Chr.)

Newsletter

Bleibe ständig auf dem Laufenden. Wir schicken dir eine E-Mail sobald es was Neues gibt.

Please publish modules in offcanvas position.