Gartengestaltung

Steingartengestaltung

Der Steingarten – das alpine Flair für zu Hause

Dem Einen ein Graus, dem Anderen ein Augenschmaus! Hügelchen und Unebenheiten im Grundstück müssen nicht gleich eingeebnet werden. Sind sie doch eine ideale Grundlage für einen schönen Steingarten! Mit einigen Ideen modelliert man hier ganz einfach ein kleines alpines Paradies.

Der Boden

Dieser sollte möglichst uneben sein, damit eine natürliche Wirkung erreicht wird. Um Staunässe zu vermeiden, ist es ratsam, in besonders feuchten Böden eine Schicht aus Kies und Splitt einzubauen. Da viele Gebirgspflanzen auf mageren Böden bestens gedeihen, sollte man schweres Bodenmaterial mit Sand mischen, um eine lockere durchlässige Konsistenz zu erreichen. Böden für Steingärten müssen nicht besonders nährstoffreich sein, aber ein wenig Humus im Gemisch ist in Ordnung, da dieser das Wasser halten kann.

Die Steine

Die platziert man so, dass optisch ein harmonischer Gesamteindruck entsteht. Hier ist neben persönlichem Geschmack auch viel Zeit gefragt, die man sich unbedingt nehmen sollte. Wirkt das Areal, als ob es natürlich gewachsen sei, ist schon der Mammutanteil der Arbeit geschafft. Passend sind oft ortsübliche Materialien; d. h., in nordischen Regionen wirken Findlinge optimal; dagegen sind in Regionen, wo Sandsteinfelsen die Natur prägt, diese ideal. Ebenfalls beliebt sind Schiefer und Schichtsteine. Bei all der Auswahl an Gesteinen sollte man sich doch für einen Gesteinstypus entscheiden. Natürlich kann man auch unterschiedliche Materialien in einem Gesteinsgarten zusammenfügen, jedoch ist hier sehr viel kreatives Geschick gefragt, damit die Anlage nicht überladen wirkt.
Um einen felsigen Boden zu imitieren, gräbt man große Steine bis zu einem Drittel der Felshöhe in den Boden ein. Allerdings sollten nur ganz vereinzelt Steine aus dem Boden heraus ragen; die meisten Steine sollte man flach auf ihre größte Seitenfläche legen.
Wer nur über eine kleine Gestaltungsfläche verfügt, kann auch ein platzsparendes Mauerbeet anlegen. In den Fugen der Trockenmauer lassen sich wunderbar Stauden pflanzen.

Wasserlauf und Wege

Wer über genügend Platz verfügt, kann auch einen kleinen Teich oder einen Bachlauf anlegen. Doch sollten die Steine mit dem Wasserlauf harmonieren. Kantige Steine stehen im Kontrast zum fließenden Wasser, daher benutzt man generell eher runde Steine beim Gestalten von Wasserläufen.
Auch die Wege durch den Steingarten sollten möglichst natürlich wirken. Natursteinplatten, Kies oder Splitt sind daher der ideale Belag dafür.

Bepflanzung

Stauden, Zwerggehölze, Knollenpflanzen und Gräser sind typische Gestaltungselemente im Steingarten. Gehölze sollte man niemals auf dem höchsten Punkt des Steingartens pflanzen, da schließlich auch im Gebirge die Bäume nie auf der Bergspitze wachsen. Hohe Gräser eignen sich besonders an den Rändern, da diese gute Übergänge zu den anderen Bereichen des Gartens schaffen.
Moose stellen einen schönen Gegensatz zum schroffen Gestein dar und sind, wie beispielsweise das Sternmoos, sehr dekorativ.

Abschließend seien hier einige Beispiele für typische Steingartenpflanzen genannt, die je nach Jahreszeit sich wunderbar ins Ambiente einfügen:

Stauden:
Fetthenne, Hauswurz, Enzian, Edelweiß, Alpenveilchen, Sonnenröschen, Grasnelke, Gänsekresse, Primeln, Steinkraut, Akelei, Thymian, Sandkraut, Grasnelken

Zwerggehölze:
Kriechwacholder, Ginster, Fächerahorn, Fünffingerstrauch, Felsenseidelbast, Säckelblume, Schneeheide, Alpenazalee

Knollenpflanzen:
Blaustern, Narzissen, Tulpen, Schneeglöckchen, Krokusse, Winterling, Zwergiris, Herbstzeitlose, Frauenschuh

Gräser:
Rispengras, Blauschwingel, Bärenfellgras, Schneesegge, Blaubinse

 

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„Deine Nahrung soll Deine Medizin sein und Deine Medizin soll Deine Nahrung sein“

Hippokrates (460-370 v.Chr.)

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