Gartengestaltung

Steingartenpflanzen

Wer etwas Abwechslung in seinen Garten bringen möchte, der sollte sich mal an einen Steingarten heranwagen. Wobei wagen gar nicht das richtige Wort ist, denn Steingärten sind entgegen dem gemeinen Glauben oft enorm einfach zu handhaben. Die Vorteile eines solchen Gartens liegen auf der Hand: Die Steine können außergewöhnliche Pflanzen beherbergen und der Garten wird sowohl im Winter als auch im Sommer zum Hingucker.

Eine ganzjährige Bereicherung des Gartens

Durch die Vielfalt an Pflanzen, die man in Steingärten anbauen kann, ist es möglich, zu jeder Jahreszeit Leben in seinem Garten zu haben. Die anliegenden Steine ermöglichen es, den Pflanzen im Sommer ihre Wurzeln kühl zu bewahren und im Winter genügend Schutz vor der Witterung zu haben. Steingartenpflanzen sind meist kleinwüchsig und durch ihre bergige Herkunft ideal an Wind und Wetter angepasst. Mit Steinkonstruktionen kann man Gebirgs- und Felspflanzen ganz in seine Nähe bringen und mit ausreichender Pflege langfristig genießen.

Die klassischen Steingartenpflanzen

Es gibt Hunderte verschiedener Pflanzen, mit denen man seinen Steingarten schmücken kann. In Deutschland besonders beliebt sind Steinkraut, Blaukissen, Aurikel, Silbermantel, Alpenaster, Schleifenblumen und Sonnenröschen, um nur eine kleine Auswahl zu nennen. Je nach Art kann es ganz einfach oder aber auch sehr anspruchsvoll sein, solche Pflanzen in seinem Garten zu kultivieren. Während beispielsweise Glasnelken scheinbar unaufhörlich vor sich hinblühen, gibt es durchaus Pflanzen, die etwas mehr Feingefühl und gärtnerische Hingabe benötigen. So muss man, um Enziane in seinen Garten einzuführen, viel Geduld und Können mitbringen, denn diese reagieren äußerst empfindlich auf ihre Umgebung. Ähnlich ist es mit vielen anderen Pflanzen aus höheren Regionen. Insgesamt sollte der Boden rund um den Steingarten nie übernässt sein.

Besonders anspruchslos sind Stauden. Dazu gehören Gänsekresse, Thymian und Günsel. Diese überdauern das ganze Jahr, da sie durch ihre Polsterbildung geschützt sind. Nadelgehölze oder Efeu sind ebenfalls gute Tricks, um seinen Steingarten ganzjährig frisch und grün aussehen zu lassen. Am schönsten ist es, duftende Pflanzen mit bunt blühenden und immergrünen Pflanzen zu vermischen und so ein abwechslungsreiches Beet zu kreieren. Haben sich unschöne Lücken und Ecken im Steingarten ergeben, so kann man diese mit pflegeleichten Bodendeckern schließen. Zu dieser Gruppe gehören auch Lavendel und Johanniskraut.

Wichtige Hinweise für die Bepflanzung

Beim Bepflanzen der Steingärten ist es wichtig, die individuellen Bedürfnisse der einzelnen Pflanzen zu kennen. Wie groß können sie werden? Zu welcher Jahreszeit blühen sie? Brauchen sie mehr Wasser als andere Pflanzen? Könnten sie eventuell den restlichen Steingarten mit ihrer Größe einnehmen? Bevorzugen sie Sonne oder Schatten? All diese Fragen sind zu beantworten, bevor man sich für den Standort der Gewächse entscheidet. Besonders großflächige Pflanzen sollte man etwa eher am Rande des Steingartens platzieren, außerordentlich Durstige müssen genügend Kontakt zur Erde haben. Insgesamt sollte man den Pflanzen immer genügend Raum zum Ausbreiten lassen. Veilchen, Haselwurz und Alpenglöckchen benötigen zudem viel Schatten. Hat man einen besonders kleinen Steingarten, empfiehlt es sich, eher Zwergpflanzen anzubauen.

 

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Hippokrates (460-370 v.Chr.)

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