Gartengestaltung

Trockenmauer bauen

Trockenmauer bauen

Eine Trockenmauer kann vielfältige Aufgaben erfüllen. Zum einen kann sie als Grundstücksabgrenzung dienen, zum anderen Böschungen vor dem Abrutschen sichern. Alle Trockenmauern haben gemein, dass sie ein sehr haltbares Bauwerk sind und sich wunderbar in die Umgebung einfügen.

Zur Errichtung einer Trockenmauer ist kein Fachwissen notwendig, jedoch sollte man einige Dinge beachten, damit die Trockenmauer ein sicheres Bauwerk wird. Im Gegensatz zu herkömmlichen Mauern werden Trockenmauern nicht verfugt. Es wird kein Mörtel verwendet, um der Mauer Standfestigkeit zu verleihen. Einzig und allein ist dafür die Bauweise zuständig.

Unentbehrliches Material für eine Trockenmauer sind Steine. Sehr gut geeignet sind Bruchsteine oder Betonsteine. Grundsätzlich eignen sich alle Steine, egal ob gebrochen, geschnitten oder naturbelassen. In der Regel entscheidet man sich für Steine, die typisch für die Region sind, um an den Traditionen festzuhalten. Man kann aber auch die Art seines Gartens als Grundlage nehmen und danach die Steine aussuchen.

Außerdem muss die Trockenmauer verfüllt werden. Dazu eignet sich Mutterboden. Die Erde sollte keinesfalls zu locker sein, denn sie dient der Stabilität der Mauer. Zwischen die Steine wird zusätzlich lehmiger Sand eingebracht, damit die Steine einen bessern Halt haben. Eine Bepflanzung der Mauer ist ferner sinnvoll. Befüllen und bepflanzen kann während der Errichtung erfolgen. Wer dies tun möchte, sollte neben den Steinen also gleichzeitig Verfüllungs- und Bepflanzungsmaterial bereitstellen.

Für den Anfang ist ein Schichtmauerwerk zu empfehlen. Eine so errichtete Mauer ist haltbar und leicht zu errichten. Zuerst wird ein Graben ausgehoben. Dieser sollte eine Tiefe von 40 Zentimetern haben und in der Breite einem Drittel der Mauerhöhe entsprechen. Kleiner Tipp: Die ausgehobene Erde kann man zum Verfüllen der Mauer nutzen.

In den Graben kommt eine Schicht Schotter. Dieser sollte verdichtet werden. Für die erste Mauerschicht wählt man die größten Steine. Schließlich stellen sie sozusagen das Fundament der Trockenmauer dar. Nun werden die weiteren Steine aufgeschichtet. Das sollte versetzt geschehen. Zudem müssen Kreuzfugen vermieden werden. Beim Festklopfen der Steine kommt ein Hammer mit Gummiaufsatz zum Einsatz, der natürlich entsprechend groß sein sollte. Die Fugen werden mit dem lehmigen Sand verfüllt, der durch das Festklopfen verdichtet wird. Die Steine dürfen nicht mehr wackeln, bevor die nächste Schicht aufgesetzt wird.

Jede Schicht sollte sogleich mit Schotter oder Boden verfüllt werden. Wählt man zum Verfüllen Boden, kann man auch die Zwischenräume der Trockenmauer mit geeigneten Pflanzen ausstatten. Auf alle Fälle sollte man die letzten 15 bis 20 Zentimeter der Mauer mit Boden befüllen. Auf der Mauerkrone muss unbedingt für die Stabilität eine Bepflanzung erfolgen.

Befindet sich hinter der Trockenmauer ein Hang, ist eine Neigung zu demselben von 10 bis 15 Prozent zu empfehlen. In jeder Reihe sorgen sogenannte Ankersteine für eine erhöhte Stabilität. Diese werden nach jedem fünften oder zehnten Stein eingesetzt. Es handelt sich dabei um normale Steine, die lediglich quer zur Richtung der Trockenmauer platziert werden.

Auf der Krone der Mauer finden die schönsten Steine ihren idealen Standort. Sie sind am meisten sichtbar. Sind sie weiterhin flach, können sie zwischen der Bepflanzung als Sitzgelegenheit dienen.

Trockenmauern können bis zu einer Höhe von einem Meter in Eigenregie errichtet werden. Soll die Mauer höher werden, ist zur Gewährleistung der Stabilität ein Fachmann hinzuziehen.

 

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Hippokrates (460-370 v.Chr.)

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