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Brennesselsuppe

Brennesselsuppe

Brennesselsuppe – nur etwas für Hartgesottene?

Fällt das Wort „Brennessel“, so entsteht in den meisten Köpfen sofort die Assoziation zu unangenehmem Brennen und Pieksen auf der Haut. Ja, darauf kann man gut und gern verzichten.
Also halten wir uns respektvoll fern von dieser gemeinen Pflanze, die üppig Waldränder und Parks bewuchert.
Doch so unfreundlich diese Pflanze uns gegenüber zu sein scheint, so viel Gutes birgt sie doch auch in sich, das von großem Nutzen für unser Wohlbefinden und unsere Gesundheit sein kann.
Wenn wir ihre Gaben nutzen und ihre etwas rabiate Art mit ein paar Pieksern hier und da beim Pflücken in Kauf nehmen. Doch was ist denn nun an der Brennnessel so lohnenswert und besonders?
Diese Pflanze enthält nicht nur ein großes Kontingent an Mineralien und Spurenelementen, das um ein vieles größer ist als im normalen Feldsalat, sondern ist auch reich an Eiweiß und Vitamin A, C und E. Ebenso Flavonoide sind mit 1 bis 2 % vertreten.
Besonders erwähnenswert sind zudem ihre heilenden Eigenschaften. Egal, ob bei rheumatischen Beschwerden, Verdauungsleiden, Gallenerkrankungen oder Prostatabeschwerden oder zur Enzymerhöhung der Bauchspeicheldrüse, die Brennnessel ist vielseitig einsetzbar. Innerlich angewendet kann sie den Blutzuckerspiegel senken und Entzündungen hemmen. Ihre blutreinigende Eigenschaft entlastet Leber und Nieren und wirkt lindernd bei Hauterkrankungen.
Ideal also für Menschen, die entschlacken und ihrer Haut etwas Gutes tun möchten.

Tipps fürs Sammeln

Doch zu aller erst geht es ans Sammeln. Am besten eignen sich junge Brennesseln für die Küche, denn sie sind zart und angenehm aromatisch. Aber auch die Spitzen ausgewachsener Pflanzen lassen sich gut verwenden. Einfache Küchenhandschuhe schützen beim Sammeln die Haut.
Zum Abschneiden verwendet man am besten eine handliche Küchenschere.
Wichtig ist, dass man die gesammelten Pflanzen kräftig ausschüttelt, damit etwaiger Dreck und unerwünschte Mitbewohner beseitigt werden.
Wenn man die Brennesseln zusätzlich vor Verwendung in der Küche noch ein wenig draußen auf Balkon oder Terrasse liegen lässt, können auch die hartnäckigsten Bewohner das Weite suchen. 45

Vorbereitung in der Küche

Zuerst müssen die gesammelten Pflanzen gewaschen werden. Auch dies geschieht mit den Schutzhandschuhen. Nach dem Waschen ist schon ein nicht geringer Anteil der brennenden Haare verloren gegangen. Alles gut abschütteln und abtropfen lassen. Nun werden die Blätter von den Stängeln gezupft und in einer Schüssel gesammelt.

Grundrezept Brennesselsuppe

Man nehme eine große Zwiebel (oder auch mehr), auf Wunsch Knoblauch und dünstet diese im Topf an.
Dann wird ein halber bis ein Liter Wasser hinzugegeben, je nachdem wie dünn man die Suppe haben möchte. Man kann auch zuvor eine Gemüsebrühe ansetzen und diese verwenden.
Beginnt das Wasser zu sieden, stellt man den Herd aus und gibt ca. 500 g Brennesselblätter dazu. Ob fein geschnitten, gehackt oder ganz ist hierbei Geschmackssache.
Je feiner die Blätter zerkleinert sind, desto kürzer die Garzeit. Hier kann man gern ausprobieren, ob einem weich gekochte oder eher bissfeste Blätter am besten liegen. Je nachdem lässt man die Blätter etwas länger köcheln.
Ein bis drei Prisen Salz, Pfeffer und andere Gewürze nach Belieben runden den Geschmack ab.
Nun wird die Suppe abgedeckt fünf bis zehn Minuten stehen gelassen, danach umgerührt und fertig. Dieses Grundrezept lässt viele weitere Optionen zur Verfeinerung offen.
Ob mild, scharf, süßsauer, mit Sahne oder weiterem Gemüse, z. B. Kartoffeln abgeschmeckt, die Möglichkeiten sind grenzenlos. Der Geschmack und das Aussehen erinnern hierbei an frischen Spinat. Gourmet-Freunde können die Suppe mit einem Klecks Crème fraîche serviert verfeinern.

 

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„Deine Nahrung soll Deine Medizin sein und Deine Medizin soll Deine Nahrung sein“

Hippokrates (460-370 v.Chr.)

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