Heilkräuter

Baldrian (Valeriana)

Baldrian (Valeriana)

Baldrian ist unter vielen Namen bekannt. Umgangssprachlich kennt man ihn auch als Katzenkraut, Hexenkraut, Stinkwurzel, Mondwurz oder Augenwurz - das Kraut, welches die Nerven beruhigt, sagt man. Wer Stress hat oder einfach nicht einschlafen kann, dem wird empfohlen, sich Baldrian einmal näher zu Gemüt zu führen. In der heutigen Zeit fällt es immer schwerer, sich Zeit zu nehmen und ab und zu mal abzuschalten. Ein voller Terminkalender und ein hektischer Lebensstil lassen nicht viel Platz für eine Ruhepause.
 
Baldrian oder Valeriana, wie man ihn in der Wissenschaft nennt, gehört zur Gattung der Samenpflanzen und wird allgemein auch Blütenpflanze genannt. Dieses Gewächs kommt hauptsächlich in gemäßigten Zonen Europas, Afrikas, Asiens und Amerika vor und vorwiegend in den Waldregionen Europas und in Teilen Nordamerikas. Aber auch in den Tropen Südamerikas ist Baldrian sehr verbreitet. Des Weiteren gibt es auch in Indien eine Baldrianart, die man als Zierpflanzen in Parks und Gärten halten kann. Echter Baldrian kann eine Höhe von 50 bis 100 cm erreichen und hat weiße bis rosafarbene Blüten. Diese Pflanze ist ein mehrjähriges Feuchtbodengewächs, welches sich nur im oberen Teil verzweigt. 


Baldrian Wirkung

Die Wirkung von Baldrian ist zwar nachgewiesen, doch ist die Wirkung eher gering einzuschätzen.
Deshalb können die Abhängigkeit und die Nebenwirkungen vernachlässigt werden. Man kann dieses Beruhigungsmittel in vielen Präparaten erhalten. Ein wirkliches Suchtverhalten ist wohl eher unwahrscheinlich. Diese Heilpflanze ist ausschließlich als Beruhigungsmittel bei Schlaflosigkeit oder Nervosität einzunehmen. Ob als Tropfen, Tabletten oder Pulver ist dieses Präparat ein beliebtes „Heilmittel“ für viele Stresssituationen. Die Pflanze ist auch als Tee erhältlich. Diese Art des Einnehmens ist die mit unter beliebteste Methode. Informationen zum Baldriantee finden Sie hier: Baldriantee


Baldrian Inhaltsstoffe

Baldrian enthält vor allem ätherische Öle, Valepotriate und Alkaloide. Alkaloid ist Pflanzenasche, welches eine natürlich vorkommende Verbindung von Pflanzen, Pilzen und Bakterien ist. Valepotriate sind eine Gruppe von pflanzlichen Inhaltsstoffen. Diese Stoffe kommen allerdings nur in echtem Arzneibaldrian vor. Aber auch andere Inhaltsstoffe dieser Heilpflanze wie zum Beispiel Sesquiterpene, Lignane und Flavonoide sind dafür verantwortlich, dass dieser Heilpflanze eine beruhigende Wirkung nachgewiesen wird.


Baldrian Verwendung

Zur Verwendung von Arzneimitteln wird der gesamte Wurzelstock verwendet. Er wird zwischen August und Oktober ausgegraben. Danach kann er getrocknet und zerkleinert werden. Allerdings ist die Pflanze sicher vor Katzen aufzubewahren. Diese reagieren geradezu euphorisch auf den Geruch der Pflanze. In vielen Gebieten war der Baldrian auch als Augenwurz bekannt und eingesetzt. Er wurde bei entzündeten Augen als Bündel um den Hals getragen. Oder man kaute das Kraut und hauchte den Atem über die Augen. Diese Methode war allerdings nur in Siebenbürgen geläufig. Baldrian hat einen stark bitteren Geschmack. Hildegard von Binden empfahl das Kraut auch gegen Brustfellentzündungen. Somit ist Baldrian eine Heilpflanze gegen vielerlei Krankheiten und Leiden.

 

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„Deine Nahrung soll Deine Medizin sein und Deine Medizin soll Deine Nahrung sein“

Hippokrates (460-370 v.Chr.)

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