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Mit „Symphytum“ bezeichnete man im Altertum jede Pflanze, die gegen Knochenbrüche angewendet wurde. Das Wort ist abgeleitet vom griechischen „symphyein = zusammenwachsen“. In dem Sinne nach hat die deutsche Bedeutung von „Beinwell“ und „Wallwurz“ (Bein = Knochen, well von wallen = zusammenheilen).
Schon im Mittelalter und auch im Altertum wurde Beinwell gerne als Knochenheilmittel verwendet, aber auch bei Frakturen, Knochenverletzungen, Muskelschmerzen, Prellungen, Schwellungen, Rheuma, Verstauchungen, Verrenkungen, Quetschungen etc.
Beinwell enthält Inhaltsstoffe wie: Allantoin, Asparagin, Alkaloide, ätherisches Öl, Schleim- und Gerbstoffe, Flavonoide, Harz und Kieselsäure, Pyrrolizidinalkaloide.
Neuere wissenschaftliche Untersuchungen haben ergeben, dass die altbekannten Anwendungen der Heilpflanze richtig waren. Symphytum hat sich bei innerlichen und äußerlichen Anwendung hervorragend bewährt. Auch bei vielen Hautkrankheiten hat sich gezeigt das Beinwell (Beinwell-Nährcreme) ein ausgezeichnetes Heilmittel ist.
Jedoch sollen neuere Untersuchungen auch gezeigt haben, dass Beinwell Pyrrolizidinalkaloide enthält, die mutagene bzw. kanzerogene Effekte haben, aus diesem Grund soll Beinwell nicht auf längere Zeit innerlich angewendet werden; die käuflich erhältlichen Beinwellextrakte sollen äußerlich nicht länger als vier bis sechs Wochen angewendet werden.
In der Fachliteratur über Heilpflanzen und Wildkräuter findet man jedoch durchgehend Hinweise, dass der gelegentliche Konsum von ein oder zwei Blättern unbedenklich sei, doch größere Mengen dagegen sollen vermieden werden.
Abschließend kann man sagen, das die Beinwell-Pflanze zu den wichtigsten Heilpflanzen überhaupt gehört – und man spricht von ihr als der „Königin unter den Heilpflanzen“.
Teeaufguss: 2 Esslöffel getrocknete Beinwellblätter mit 250ml Wasser ansetzen und über Nacht stehen lassen. Am nächsten Tag abseihen, den Tee ausdrücken und mit ¼ Liter Wasser aufkochen, 10 Minuten ziehen lassen, abseihen und anschließend beide Flüssigkeiten zusammenschütten und fertig ist der Beinwelltee.
Beinwell-Blätterauflage: Man nimmt frische junge Blätter, diese werden gebrochen und in einem Gefäß gestapft, anschließend kurz heiß überbrühen und warm auflegen und mit einem Tuch oder Verband einbinden.
Beinwell-Badezusatz: ½ kg Beinwell-Blätter (frisch oder getrocknet) wird über Nacht in ca. 5 l Wasser kalt angesetzt. Am nächsten Tag wird der Ansatz bis zum Sieden erhitzt und die Flüssigkeit ins Badewasser gegeben (für ein Vollbad). Für ein Sitzbad Verwendet man die halbe Menge
Beinwell-Tinktur: ca. 100g fein gemahlene Wurzeln (aus den getrockneten Wurzeln) werden mit 1 Liter Kornbranntwein (30-40 Vol. %) in eine Flasche gefüllt, in einen temperierten Raum gestellt und täglich mehrmals geschüttelt. Nach ca. 14 Tagen ist die Tinktur gebrauchsfertig.
Weitere Kräuterrezepte über Beinwell finden Sie hier: Heilkräuter-Rezepte
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