Heilkräuter

Gundermann (Glechoma hederacea)

Gundermann (Glechoma hederacea)

Die Pflanze zählt zu den Lippenblütlern. Sie ist in Europa verbreitet und dabei gerade in Mitteleuropa sehr häufig vorzufinden. Auch in Australien und Asien ist die Pflanze in einigen Unterarten zu finden. Der Gundermann wachst ausschließlich auf nährstoffreichen Wiesen und Wäldern. Hier bildet die immergrüne Pflanze lange Ausläufer. Von diesen Ausläufern stellen sich die Blüten nach oben ab. Der Hauptspross der Pflanze kann bis zu zwei Meter lang werden. Die Pflanze vermehrt sich fast ausschließlich durch vegetative Vermehrung, bildet also Abkömmlinge von ihren Hauptsprossen aus. Die Blüten sind in Fünfergruppen angeordnet. Die Farben der Blütenblätter sind leicht violett und bilden eine leichte Lippe. Seltene Farben sind rosa und weiß. Die Pflanze ist zwittrig angelegt. Das bedeutet, dass sie weder eine männliche noch eine weibliche Pflanze ist.

Die Pflanze wächst zwischen April und Juni. Unter idealen Wachstumsbedingungen findet man aber auch rein männliche Blüten. Denkbar, aber selten ist die Ausbildung rein weiblicher Blüten an einer Pflanze. Die Pflanze bevorzugt einen feuchten, schweren, fruchtbaren und kalkhaltigen Boden. Hier ist die Pflanze in der Lage, sich reichlich auszubreiten, sodass sie stellenweise richtige Teppiche bilden kann. In Wäldern gehen die Pflanzen Gemeinschaften mit anderen Pflanzen ein und sichern sich dadurch das Überleben. Voraussetzung im Wald sind leicht saure Böden. Auf Nutzfeldern kann das Vorhandensein der Pflanze darauf schließen lassen, dass die Felder gut bewässert sind. Sie dient hier also als Zeigerpflanze. Die Pflanze ist vor allem für Tiere giftig. Vergiftungen beim Menschen sind bisher nicht bekannt, müssen aber angenommen werden, wenn zu viel der Pflanze eingenommen wird. Unter den Tieren finden sich bei Pferden häufig die Vergiftungserscheinungen durch die Pflanze, da sie auf den Futterwiesen der Tiere wächst. Insekten und wirbellosen Tieren dient die Pflanze aber häufig als die einzige Futterpflanze.

 

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Hippokrates (460-370 v.Chr.)

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