Heilkräuter

Königskerze (Verbascum)

Königskerze (Verbascum), Wirkung Verwendung...

Die Königskerze ist eine Heilpflanze, welche zu den Braunwurzgewächsen (Scrophulariaceae) bzw. den Rachenblütengewächsen gehört. Bei der Königskerze handelt es sich um eine vielfältige und sehr artenreiche Pflanze. Weltweit sind von ihr ca. 360 Arten bekannt. Die Königskerze ist auch unter den Namen Wetterkerze, Himmelsbrand, Donner- und Blitzkerze, Wollblume, Wollkraut, Winterblom und Unholdskerze bekannt. Früher sagte man dieser Pflanze eine Schutzwirkung nach. Daraus entstanden die verschiedenen Namen wie Blitz- oder Wetterkerze.

Dass es sich um eine Pflanze handelt, die bereits seit Jahrtausenden bekannt ist, beweisen Aufzeichnungen aus denen hervorgeht, dass bereits Hippokrates (460-377 v. Chr.) Bestandteile zur Wundbehandlung eingesetzt hat. Aristoteles betonte, dass man mit der Pflanze den Fischfang erleichtern kann. Die Wirkstoffe habe man ins Wasser gegeben, worauf die Fische betäubt wurden und leichter zu fangen waren.

Hildegard von Bingen behandelte mit dieser Pflanze „Menschen mit traurigen Herzen“.

Die Königskerze wurde aber nicht nur als Heilpflanze genutzt. Sie diente auch als Lichtquelle. In Pech oder Harz getaucht diente sie als Fackel, die ausgiebig und lange brannte. Aufgrund ihrer Größe gehört diese Pflanze zu den Bekannteren Arten unserer Flora. Die hellgelben, bis 25 mm breiten Blüten stehen in einem langen, traubigen Blütenstand. Zu den weiteren Merkmalen der Königskerze gehört, dass es sich um eine zweijährige Pflanze handelt, die mit ihrem kräftigen, aufrechten Stängel eine Höhe von 50-200 cm erreicht. Die Grundblätter sind sehr groß. Dagegen werden die Stängelblätter zunehmend kleiner und sind wie der Stängel filzig behaart.

Zerstreut an sonnig-trockenen Stellen, wie z. B. alten Kiesgruben, Schutthalden, Dämme, Ufer und Wegränder, ist die Königskerze immer wieder zu finden. Das Braunwurzgewächs kommt in der freien Natur noch recht häufig vor. Ansonsten erfolgt die Anzucht aus Samen oder über Containerpflanzen aus der Staudengärtnerei.

Für die Heilkunst verwendete Bestandteile sind die getrockneten Blüten ohne Kelche. Sie beinhalten ätherisches Öl, Flavonglykosid Hesperidin, Schleim und Saponine. Aufgrund dieser Bestandteile besitzt die Königskerze leicht auswurffördernde und schleimlösende Eigenschaften. Sie hilft bei Erkrankungen der oberen Atemwege, wie Husten, Bronchitis und Katarrhen. Besonders bei chronischen Atemwegserkrankungen erweist sich ein entsprechender Königskerzenentee als sehr hilfreich. Für einen Aufguss werden 2 Teelöffel getrockneter Blüten pro Tasse benötigt. Anschließend das Getränk ca.5 Minuten ziehen lassen. In der Regel nimmt man drei Mal täglich das Getränk zu sich. Um die heilende Wirkung zu verstärken, aber auch aufgrund des hohen Preises wird der Wirkstoff der Königskerze mit anderen Drogen vermischt und in fertigen Hustentees verwendet.

Früher wurden die heilenden Bestandteile der Königskerze sogar zur Wund- und Geschwürbehandlung verwendet. Diese Methode ist heute nicht mehr sehr verbreitet. Einige Menschen nutzen aber auch heute noch die Wirkstoffe der Königskerze, indem sie innerlich angewandt Linderung bei Leber und Gallenleiden verschaffen soll.

 

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„Deine Nahrung soll Deine Medizin sein und Deine Medizin soll Deine Nahrung sein“

Hippokrates (460-370 v.Chr.)

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