Heilkräuter

Lavendel (Lavandula angustifolia) Echter Lavendel

Ursprüngliches Herkunftsgebiet des Lavendels ist das westliche Mittelmeergebiet, wo er vor allem in Dalmatien und Griechenland vorkommt. Doch auch in Europa, zum Beispiel in Frankreich, England und Teilen von Deutschland kommt er in großen Mengen vor. Generell steigt die Intensität des Dufts mit der Wärme; je kälter der Landstrich ist, umso geruchsärmer wird der Lavendel.

Der Lavendel ist eine universell einsetzbare Pflanze. Er wird in der Küche ebenso eingesetzt, wie in der Medizin oder der Schönheitspflege. Auch im Bereich Wellness ist Lavendel ein beliebter Bestandteil bei Aromatherapien und Massagen.

In der Küche wird er als Küchengewürz verwendet und gehört im Bereich der Küchenkräuter zur selben Gattung wie die Grüne Minze, Melisse, Rosmarin und Majoran. Zusammen mit Zimt und Rosenholz zählt Lavendel zu den so genannten „sinnlichen Gewürzen“. Zur Würzung von Hammel- oder Fischgerichten ist Lavendel gut geeignet. Außerdem findet er Anwendung in vielen Gerichten der französischen Regionalküche der Provence. Es werden ausschließlich die jungen Blatttriebe verwendet.

Einen herausragenden Stellenwert und eine lange Tradition hat Lavendel in der Kosmetik. Ob als Parfüm oder als Bestandteil von Seifen, Badeessenzen und Körperlotionen wird Lavendel als herausragender Duftstoff immer wieder gern verwendet. Da die ätherischen Öle sehr intensiv sind, können diese Kosmetikprodukte jedoch Allergien auslösen.

In Deutschland ist Lavendel nur in Form von getrockneten, gerebelten Blättern in Feinkostläden oder als Bestandteil bestimmter Mischungen erhältlich. Lavendelöl für die Aromatherapie ist in Apotheken erhältlich.

Lavendel ist in der Medizin sehr häufig einsetzbar. Er kann, stark verdünnt, für Säuglinge als Tee gegen Koliken und Unruhe gereicht werden. Darüber hinaus werden ihm krampflösende und schmerzlindernde Eigenschaften zugeschrieben. Auch bei der Behandlung von Schlafstörungen und Depressionen hat man mit dem Einsatz von Lavendelölen gute Resultate erzielt. Weiterhin lindert der Aufguss von Lavendel Beschwerden bei den Wechseljahren und während der Menstruation, er lindert Angst und Herzbeschwerden und unterstützt die Wiederherstellung des Uterus nach einer Entbindung und vermeidet unerwünschte Nachblutungen.

Zur Gattung Lavendula gehören knapp 30 Arten: Halbsträucher und Zweijährige, die im Mittelmeerraum, an Afrikas Ostküste, in Indien und auf den atlantischen Inseln leben.

Lavendel hatt viele schöne Sorten zu bieten:

Reve de Jean-Claude: einer der best duftenden Lavendel Pflanzen. Dabei wächst er üppig und blüht an langen Stängeln mit pastellvioletten Ähren.

Luberon: Er duftet fruchtig; wächst langsam und üppig-kompakt, die Blüten sind typische lavendelfarben.

Hidcote Blue: Seine dunkelvioletten Ähren eignen sich wunderbar zum Trocknen; die dichten kleinen Büsche sind ideale Einfassungen für Kräuter- und Rosenbeete.

Miss Katherine: wächst kräftig und blüht spät in Rosa. Die Sorte gilt als besonders robust.

Blue Cushion: wie ein Kissen wölbt sich dieser knuffige-blaue Vertreter, schön um Beete einzufassen.

Royal Purple: schlanke Stängel verhelfen ihm zu eleganten Wuchs, diese ist eine hohe Sorte.

Weitere Interessante Arten

Wolliger Lavendel (L. lanata): verlangt durchlässigen Boden in voller Sonne und Winterschutz.

Grüner Zahnlavendel (L. dentata): gezahnte Blätter, rosmarinartiger, Kampfer erinnernder Duft. Unbedingt frostfrei überwintern!

Schopflavendel (L. stoechas): Scheinblüten; duftet herber als seine Verwandten, wird in Kräuterteemischungen verwendet; Winterschutz oder Frostfrei überwintern!

Speick-Lavendel (L. latifolia): blüht oft verzweigt, wächst rasch, silbrige breite Blätter; sein Öl wird kosmetisch und für Heilzwecke eingesetzt; Winterschutz erforderlich.

Zimmerlavendel (L. heterophylla): ganzjährig am Fenster oder im Wintergarten; wächst rasch, ist anspruchlos und kommt mit wenig Licht zurecht.

Anwendungsarten:

Tee: ein Teelöffel Lavendelblüten mit kochendem Wasser aufgießen und ziehen lassen. Dieser Tee ist einsetzbar bei Spannungskopfschmerz, Erschöpfung und während der Wehen als krampflösendes Mittel. Mehr über Lavendeltee findet Ihr hier: Lavendeltee

Aufguss: sehr schwach zubereitet (maximal 25 % der üblichen Dosis) und abgekühlt zubereitet, kann er bei der Behandlung von Koliken und Unruhen bei Babys und Kleinkindern eingesetzt werden.

Badezusatz: Werden die Blüten dem Badewasser beigefügt, können damit rheumatische Beschwerden gelindert werden.

Aromatherapie: Einige Tropfen Öl auf einen Baumwollstoff geben und mit etwas Entfernung einatmen. Wirkt entspannend, beruhigend und lindert Spannungskopfschmerz.

Achtung: Berührung von Pflanzen oder Ölen kann bei einigen Menschen Kontaktallergien, zum Beispiel Jucken und Pustelbildung, auslösen.

 

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„Deine Nahrung soll Deine Medizin sein und Deine Medizin soll Deine Nahrung sein“

Hippokrates (460-370 v.Chr.)

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