Heilkräuter

Liebstöckel (Levisticum officinale)

Liebstöckel (Levisticum officinale)

Liebstöckel ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Doldenblütler. Er ist winterhart und kann Wuchshöhen bis zu 2,5m Metern erreichen. Der Stängel ist sehr verzweigt und auffällig grün. Höchstwahrscheinlich stammt die Pflanzenart aus dem nahen oder mittleren Osten, weswegen sie auch vorwiegend gerne in warmen Gebieten wächst. Später kam sie auch nach Europa und wurde in Wintergärten gezüchtet, weshalb sie auch in kälteren Regionen auftritt. Der Name Liebstöckel kommt aus dem althochdeutschen lubistechal, daraus wurde dann im Laufe der Jahrhunderte der Liebstöckel. Er hilft gegen allerlei Leiden hat und aufgrund seiner vielen Wirkungsweisen auch viele Namen bekommen. Angefangen von Badkraut über Maggikraut und Luststock bis Nervenkräutel.

Verwendet wird er aber auch gerne in der Küche. Der Geschmack des Liebstöckels kommt dem des Maggikrautes sehr nahe und wird daher auch so genannt. Jedoch schmeckt es bitterer und schärfer. Doch in erster Linie ist es ein Heilkraut und hilft gegen die alltäglichen Schmerzen. Wie viele andere Kräuter kann es Husten, Appetitlosigkeit, Blähungen, Nervosität und Bronchitis entgegen wirken. Doch auch bei Abmagerung, Kehlkopf- und Mittelohrentzündungen oder Mangel an Magensäure kann es kleine Wunder bewirken. Verwendung findet der Liebstöckel in der Medizin als Harnpräparat und für den Verdauungstrakt. Dort werden aber nur Wurzeln und Samen genutzt.

Diese kann man als Tee oder Tinktur einnehmen. Wenn er als Tee verwendet wird, gibt er einen sehr starken Geschmack von sich. Das ist sehr ungewöhnlich für Tee und für den einen oder anderen sehr gewöhnungsbedürftig.

In der Küche dagegen werden nur die Blätter verwertet. Sie dienen als Gewürz und Geschmacksverstärker in Salaten und Suppen. Aber man kann auch den Samen zum Würzen verwenden, je nach Belieben. Liebstöckel kann man leicht im eigenen Garten halten. Wenn sie einmal einen Platz gefunden hat, an dem sie gut wächst, dann wird die mehrjährige Pflanze ein fester Begleiter in der Küche und in der Hausapotheke. Wachsen tut die Pflanze das ganze Jahr über, doch die Blätter sind nur im Frühjahr zu ernten. Die Wurzel und der Samen dagegen sollte man im Spätherbst sowie im Spätsommer abmachen.

Hinweis: Während der Schwangerschaft ist Liebstöckel nicht zu empfehlen, da es Wehenfördernd wirken kann.

Erst zu einem späteren Zeitpunkt kann man mit der Einnahme beginnen. Aber auch hier gilt es einen Arzt zurate zu ziehen, denn nicht jeder reagiert gleich auf das Kraut.

Äußerlich kann man Liebstöckel auch für die Haut und andere Wunden anwenden. Die Wurzel wird abgekocht und mit dem Saft werden Waschungen und Umschläge gemacht. Sogar als Badezusatz kann der Liebstöckel verwendet werden.

 

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„Deine Nahrung soll Deine Medizin sein und Deine Medizin soll Deine Nahrung sein“

Hippokrates (460-370 v.Chr.)

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