Heilkräuter

Liebstöckel

Liebstöckel

Der Liebstöckel wird auch als Luststock oder Maggikraut bezeichnet, da er eine große Geschmacksähnlichkeit mit den Maggi-Gewürzen aufweist. Das intensiv grüne Kraut stammt ursprünglich vermutlich aus Persien und fand im 14. Jahrhundert den Weg zu uns. Zuerst war es nur in Klostergärten wiederzufinden, später dann auch in Haus- und Bauerngärten. Der Liebstöckel bevorzugt humusreiche, lockere und feuchte Erde in sonnigen Gebieten.
Wenn sich das Liebstöckelkraut an seinem Platz wohlfühlt, kommt es jedes Jahr wieder und versorgt eine ganze Familie.

Das Kraut stammt aus der Gattung der Doldenblütler, diese sind alle bedecktsamige Pflanzen und an den mehrfach geteilten Blättern gut wieder zu erkennen. Der Liebstöckel ist winterhart und blüht von Juni bis August, jedoch sind die gelb bis grünen Blüten kaum sichtbar. Das Kraut erreicht eine Höhe von 1 bis 2,5 Metern und hat einen intensiven Geruch. Die Stängel und Blätter werden bis zu dreimal im Jahr geerntet, doch sollte darauf geachtet werden, dass der Liebstöckel noch nicht aufgeblüht ist.

Die Wurzel des Krautes findet in der Medizin Verwendung, hingegen sind die Früchte und das Kraut meist als Gewürz gewöhnlich.
Die Blätter der Liebstöckel werden in vielen Küchen verwendet. Der Geschmack der Blätter ist ähnlich wie Sellerie, bloß bitterer und schärfer. Meist wird es zur Zubereitung von Kräuterquark, Fleischgerichten, Soßen, Salate, Eintöpfen und vielen Suppen verwendet. Das Kraut enthält sehr viel Vitamin C und ist ein guter Salzersatz.

Es ist aber auch in der Medizin wiederzufinden, denn schon die alten Griechen und Römer sahen in Liebstöckel eine heilende Pflanze. Die aromatischen Samen und Wurzeln werden für das weibliche Fortpflanzungsorgan, zur Regelung der Verdauung, sowie für die Blase, bei Blähungen und auch bei nervösen Erschöpfungszuständen eingesetzt. Früher wurde es auch als Aphrodisiakum und als Mittel zur Geburtshilfe gebraucht, ebenso enthält es ätherische Öle.

Die Wirkung von Liebstöckel wird als beruhigend, krampflösend, appetitanregend, entwässernd und schweißtreibend beschrieben. Das Kraut sorgt auch für eine zarte, schöne Haut und Pickel werden gelindert. Die getrockneten Blätter des Liebstöckels als Tee lindern auch Fieber und Halsschmerzen.

Zu dem Namen Luststock kam das Liebstöckelkraut durch eine Sage, denn es wird gesagt, dass wer das Kraut bei sich trägt, eine große Beliebtheit bei seinen Mitmenschen erfährt. Schon früher wurden die Kinder mit dem Zusatz von Liebstöckel gebadet, damit sie später einen Mann finden. Auch die Frauen badeten ihren Liebsten mit dem Kraut, um ihn an sich zu binden und Mädchen trugen das Kraut unter dem Rock, um den Zukünftigen zu bezirzen, somit zählt der Liebstöckel auch zu den sogenannten Liebespflanzen.

 

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„Deine Nahrung soll Deine Medizin sein und Deine Medizin soll Deine Nahrung sein“

Hippokrates (460-370 v.Chr.)

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