Heilkräuter

Malve (Malva neglecta)

Malve (Malva neglecta)

Diese Pflanze ist auf fast allen Kontinenten zu finden und ist vielseitig einsetzbar. Auch in der Naturheilkunde ist diese Pflanze nicht mehr wegzudenken. Bei Atemwegsentzündungen wirkt sie lindernd und ist daher sehr zu empfehlen. Dieses Heilkraut wird in den meisten Fällen bei Bronchitis sowie Reizhusten und Entzündungen des Rachens angewandt.

Um die wohltuende und entspannende Wirkung des Malventees, auch Hibiskustee genannt, zu erzielen, nimmt man 4-6 Blüten der Malve und übergießt diese mit kochendem Wasser. Nachdem die Blüten ca. 10 Minuten durchgezogen sind, nimmt man diese wieder aus der Tasse heraus. Das heiße Wasser hat sich nun in einen dunkelroten, wohlriechenden und köstlich schmeckenden Tee verwandelt. Jedoch ist der leicht säuerliche Geschmack nicht jedermanns Sache.

Ein weiter Clou der Malve wurde schon in der frühen Antike entdeckt. Sie wurde als Hautpflegemittel eingesetzt, um einen frischeren Teint zu erlangen. Auch in Westafrika ist die Malve sehr beliebt. Dort wird der Malventee oftmals gefroren und als Eis verkauft.

Weitere Pluspunkte erhält die Malve durch Biomechaniker aus Taiwan, die feststellten, dass Malventee den Cholesterinspiegel senkt und somit das Risiko vermindert, an Arterienverkalkung zu erkranken.

Auch Menschen, die an leichtem Bluthochdruck leiden, kann dieses Gewächs helfen. In einer Studie, in der Testpersonen mehrere Wochen, einige Tassen Malventee am Tag tranken, konnte bewiesen werden, dass dieser Tee den Bluthochdruck senken kann.

Die hauptsächlich Ende Mai geerntete Pflanze stammt ursprünglich aus Asien, wo sie auch immer noch gerne angebaut wird. Die Malve enthält den Farbstoff Malvin, sowie Gerb- und Schleimstoffe. Weiterhin hat die Malve weltweit über 60 nahe Verwandte, wie zum Beispiel die Wild Malve, Wegmalve oder auch die Rosenmalve. Dreizehn dieser Arten wachsen in Mitteleuropa und die Blüten besitzen meist eine schöne rosa Färbung.

Auch hier in Deutschland lässt sich diese Pflanzenfamilie gut anpflanzen. Allerdings benötigt sie kalk- und stickstoffreiche Böden, um ihre volle Pracht zu entwickeln. Der Samen sollte bei 10 - 15 Grad Celsius, innerhalb von ca. 15 Tagen keimen und anschließend in einen großen Topf von 20 – 40 cm Durchmesser eingepflanzt werden. Weiterhin liebt sie warme und sonnige Plätze und kann dabei eine Wuchshöhe von bis zu 100 cm erreichen. Wenn das Malvengewächs voll ausgewachsen ist, eignet sich die Pflanze auch wunderbar als Schnittblume, die in einer schönen Vase auf den Küchentisch gut zur Geltung kommt.

Doch wenn der Winter kommt, sollte man sie rein holen. An einem kühlen Plätzchen, zum Beispiel im Keller oder im Flur, fühlt sie sich recht wohl. Dabei benötigt sie nur ca. alle 2-3 Wochen etwas Wasser. Wenn sie dann im Sommer wieder nach draußen gestellt wird, sollte sie ein wenig mit Grünpflanzendünger gedüngt werden.

 

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Hippokrates (460-370 v.Chr.)

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