Heilkräuter

Mutterkraut

Das Mutterkraut (Tanacetum parthenium, syn. Chrysanthemum parthenium) gehört in die Familie der Korbblütler und wird vielerorts als falsche Kamille oder Fieberkraut bezeichnet. Sie wird 30 bis 80 Zentimeter hoch und riecht sehr stark. Der Stängel ist gerippt und verzweigt sich in der Krone. Hieraus resultiert, dass eine Pflanze bis zu 30 Blüten ausbilden kann. Die Blätter der Pflanze sind meist hellgrün. Die Blüte hat einen weißen Kranz. In der Mitte ist die Pflanze gelb.

Das Aussehen der Pflanze ist sehr stark an die Kamille angelehnt, weshalb die Pflanze leicht damit verwechselt werden kann. Lehmige und nährstoffreiche Böden werden von der Pflanze bevorzugt, wobei sie auch in alten Gärten vorkommt. Deshalb findet man die Pflanze auch als Wildwuchs an Orten, an denen sie eigentlich nicht vermutet wird. Die Blütezeit der Pflanze ist Juli bis August. Das Mutterkraut war ursprünglich in der Mittelmeerregion beheimatet. Sie wurde nach Europa eingeschleppt. Hier kann der Zeitpunkt allerdings nicht mehr genau bestimmt werden. Sicher ist jedoch, dass sie bereits in sehr alten Büchern beschrieben wird, die teilweise bereits im Mittelalter erstellt wurden. Aufgrund ihrer Abstammung ist sie nicht winterhart, sodass sie bei uns überwiegend als einjährige Pflanze angesehen werden muss. Früher wurde die Pflanze in heimischen Gärten kultiviert angebaut. Heute ist sie nur noch selten zu finden.

Als Nahrungsmittel eignet sich die Pflanze nicht. Ihr Geschmack und die verschiedenen Inhaltsstoffe machen sie zum Verzehr in größeren Mengen unbrauchbar. Schwangere und Stillende dürfen die Pflanze nicht zu sich nehmen, da hier gefährlich Nebenwirkungen auftreten können, die durch die Inhaltsstoffe bedingt sind.

Gesammelt wird das Kraut von Mai bis September. Benutzt wird das eigentliche Kraut und nur selten die Blüten. Vor allem im kosmetischen Bereich ist die Pflanze gut einsetzbar. Hautunreinheiten können durch eine Packung mit der Pflanze ganz leicht behoben werden. Auch kleinere Flecken im Gesicht sind so zu mildern. Auch andere kosmetische Anwendungen am gesamten Körper können durch die Packungen gut behoben werden.

Tipp: Im Haushalt wirkt das Kraut gegen Motten. Hierzu müssen kleine Packungen gemacht werden, die dann einfach an die betreffenden Stellen gehängt werden. Das Aroma der Pflanze soll die Motten zu verlässig vertreiben.

Naturheilkundlich hat die Pflanze eine besondere Wirkung und sie soll nachweislich gegen Migräne helfen. Hierzu ist sie über viele Wochen regelmäßig einzunehmen. Vor allem in England wurde die Pflanze sehr lange als Kopfschmerzmittel eingesetzt. Das Kraut soll Parasiten in den Verdauungsorganen bekämpfen können. Auch wirkt das Kraut beruhigend und verdauungsfördernd. Zur Behandlung von Migräne wird das Kraut in Alkohol eingelegt. Das Kraut soll dabei ungefähr sechs bis acht Wochen ruhen. Bei einem Anflug von Migräne sind einige Tropfen des Aufgusses einzunehmen. Vorbeugend vor Migräne wird ein Tee aufgebrüht.

Mutterkraut-Tee Zubereitung:

Hierbei werden ein Teelöffel getrocknete Blätter auf einen viertel Liter Wasser gegeben und fünf Minuten ziehen gelassen, abseihen, fertig ist der Mutterkrauttee.

 

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„Deine Nahrung soll Deine Medizin sein und Deine Medizin soll Deine Nahrung sein“

Hippokrates (460-370 v.Chr.)

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