Heilkräuter

Passionsblume

Die Fleischfarbene Passionsblume (Passifloraceae) gehört zu den Passionsblumengewächsen, deren Heimat Nord-, Mittel- und Südamerika ist. Die Passionsblume ist eine bis zu 9 Meter Kletterpflanze. Typische Kennzeichen sind die sehr auffälligen Blüten mit großen Staubgefäßen. Der Name Passiflora und auch die deutsche Übersetzung Passionsblume soll an die Passion von Jesus erinnern, also an die Kreuzigung.

Die Passionsblume ist schön anzusehen und wird in Mitteleuropa auch als Zimmerpflanze genutzt. Die Passionsblume bietet verschiedene Anwendungsmöglichkeiten. Die häufigste Art, Passionsblume anzuwenden ist als Tee, häufig findet man die Passionsblume jedoch auch in Teemischungen.

Die Arten der Passionsblume sind verholzende Pflanzen: Bäume, Sträucher und Lianen, oder krautige Kletterpflanzen. Klimmende Arten besitzen achselständigen Ranken. Die wechselständig und spiralig angeorneten Laubblätter sind einfach oder zusammengesetzt. Es sind extraflorale Nektarien an den Blattstielen vorhanden. Nebenblätter sind oft vorhanden. Die Blüten stehen einzeln in den Blattachseln oder in meist wenigblütigen zymösen Blütenständen; häufig mit drei Hochblättern.

Passionsblume Gattungen:

Die Familie ist in 19 Gattungen gegliedert mit etwa 650 Arten:

Wegen Ihrer beruhigenden Wirkung wurde die Passionsblume in Ihrer Heimat früher als Schlafmittel oder bei hysterischen Anfällen und Asthma eingesetzt. Da Sie außerdem schmerzstillende Eigenschaften besitzt, nahm man die getrockneten krautigen Teile der Pflanze aber auch bei Zahn- und Kopf- und Menstruationsbeschwerden. Heute wird die giftige Art fast nur noch in homöopathischen Mitteln verarbeitet.

Passionsblume Inhaltsstoffe:

Arten der Gattung Passiflora enthalten Indol-Alkaloide (die sog. beta-Carboline Harman, Harmin, Harmol, Harmalol und Harmalin), Flavonoide (Chrysin, Vitexin, Isovitexin, Orientin und Isoorientin) und Saponine wie Quadrangulosid. Die Alkaloide sind als Träger der angstlösenden Wirkung von Passiflora inzwischen ausgeschlossen, aber auch die genannten Flavonoide können nicht eindeutig dieser Wirkung zugeordnet werden. Problematisch ist, dass noch nicht alle Inhaltsstoffe dieser Pflanzen identifiziert werden konnten, und auch der Gehalt dieser Substanzen selbst innerhalb einer Art unterschiedlich ist. In einem Fall konnte eine toxische Wirkung von Passiflora-Behandlung nachgewiesen werden. Weitere Untersuchungen sollten daher abgewartet werden.

 

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Hippokrates (460-370 v.Chr.)

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