Heilkräuter

Portulak (Portulaca oleracea)

Portulak (Portulaca oleracea)

Der Portulak gehört in die Familie des Portulaks. Sie ist in allen gemäßigten Zonen der Erde verbreitet. Der Portulak ist eine einjährige Pflanze, die zehn bis 30 Zentimeter groß wird. Kultiviert und unter idealen Bedingungen kann sie auch bis zu 40 Zentimeter erreichen. Die Blütenstände, die meistens vier Blätter beinhalten, tragen bis zu fünf Blüten. Die Kronblätter sind meistens mit fünf gelben Blättern versehen. Wird der Portulak kultiviert angebaut, dann stehen die Pflanzen meist aufrecht. Die Pflanze variiert in allen Teilen sehr stark, sodass über das genaue Aussehen nur eine vage Aussage getroffen werden kann. Auch ist ihre Form sehr stark vom Standort abhängig. Je nachdem wo sie geradesteht, kann sie sehr stark ihre Form, auch in den Details, verändern. In der Vergangenheit wurde eine extrem große Zahl von unterschiedlichen Pflanzen beschrieben, die aber alle nur durch die großen Wachstumsunterschiede durch genannte Bedingungen zustande kamen. Lediglich eine einzige, etwas robustere Form ist heute noch von der beschriebenen Artenvielfalt erhalten.

Währen der Portulak heute in allen gemäßigten Breiten zu finden ist, ist der Herkunftsort der Pflanze nicht mehr nachweisbar. Das Problem dabei ist, dass die Samen schwimmfähig sind und auch Salzwasser kann ihnen nichts anhaben. Der Portulak gilt weltweit als eine der häufigsten Pflanzenarten überhaupt. Durch seine Robustheit ist er heute als Unkraut nicht gerne gesehen und wird von den Bauern und Gärtner sofort und sehr radikal bekämpft.

In der Küche war der Portulak sehr beliebt. Bereits vor dem Jahr Null wurde der Portulak als Lebensmittel erwähnt. Auch im Mittelalter findet der Portulak zahlreichen Einzug in die gängigen Rezepte. Heute spielt der Portulak in der Ernährung kaum noch eine Rolle. Dabei ist das Kraut eines der schmackhaftesten Wildkräuter, die der heimische Garten zu bieten hat. Die Blätter schmecken leicht säuerlich und haben dennoch einen nussigen Geschmack. Bedingt durch den leichten salzigen Geschmack, ist es nicht notwendig, den Portulak zu würzen. Die Blütenknospen können ebenfalls verwendet werden. Die Anwendung ist ähnlich wie die der Kapern. Portulak kann kurz gedünstet werden. Auch das Schwenken in Butter macht die Pflanze sehr bekömmlich. Vor allem als Beilage zu Fleisch wie Kurzgebratenem bildet der Portulak eine gelungene Abrundung.

Medizinisch wurde sie schon früh als Mittel gegen Skorbut eingesetzt. Auch gegen Kopfschmerzen soll das Kraut helfen. Das Verdauungssystem wird durch die Kost des Krautes gestärkt. Angeblich soll die Pflanze gegen Sodbrennen helfen. Und auch entzündliche Prozesse im Magen- und Darmbereich können hierdurch gut behandelt werden. Durch den hohen Gehalt an Omega-3-Fettsäuren soll der Portulak sich günstig auf die Blutbahnen auswirken. Die Naturheilkunde sagt, dass durch den Genuss auch Herzinfarkt und Schlaganfall verhindert werden können.

 

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„Deine Nahrung soll Deine Medizin sein und Deine Medizin soll Deine Nahrung sein“

Hippokrates (460-370 v.Chr.)

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