Heilkräuter

Sauerampfer

Sauerampfer (Rumex acetosa)

Der Sauerampfer ist ein Knöterichgewächs, das es als Wildgemüse gibt. Schon im Altertum kannten die Römer den Sauerampfer und nutzten ihn als Verdauungshilfe bei fetten Speisen. Eine Anwendung fand der Sauerampfer bei den Seeleuten des Mittelalters. Er galt bei ihnen als wirksames Mittel gegen Skorbut. Der Ampfer ist eine mehrjährige Pflanze, der vor allem auf Böden gedeiht, der sehr nährstoffreich, stickstoffreich und lehmig ist. Die Pflanze erreicht eine Höhe von bis zu einem Meter und bildet hierbei einen blattlosen Stängel mit kleinen roten Blüten. Der Sauerampfer stellt für die Bauern allerdings ein großes Problem dar. Die Samen der Pflanze können teilweise jahrelang überleben und bleiben auch in Gülle und ähnlichen Mitteln überlebensfähig. Hierdurch tritt der Sauerampfer in Massen auf und verdrängt teilweise die gewollten Pflanzen, sodass eine Ertragseinbuße entsteht. Auch die Bekämpfung der Population ist problematisch. Die Wurzel kann über einen Meter in die Tiefe reichen. Werden die Wurzeln entfernt, reichen selbst die kleinsten Wurzelreste noch aus, um wieder eine vollständige neue Pflanze zu bilden. Der Ampfer ist auch eine Zeigerpflanze für güllegedüngte Felder und Flächen. Allerdings ist er hier unerwünscht. Er wird vom Vieh nicht gefressen und ist daher für den Bauern wertlos.

Sauerampfer kann roh oder gekocht gegessen werden. Er enthält besonders viel Vitamin C, sodass er gerade im Winter sehr gesund ist. Allerdings sollte er nur in kleineren Mengen gegessen werden, denn er enthält einen giftigen Stoff, der in großen Mengen besonders für Nierenkranke eine Gefahr darstellt.

Ein Problem stellt sich beim Sammeln des Ampfers. Es sollte streng darauf geachtet werden, dass er nicht von Flächen stammt, die stark gedüngt wurden. Der Sauerampfer nimmt die Schadstoffe wie Nitrit und Nitrat in sich auf. Bei der Auswahl sind nur die makellosen Blätter zu verwenden. Haben die Blätter rostbraune Stellen, dann hat sich der Anteil des enthaltenen Giftstoffes erhöht. Aus diesem Grund ist er besonders schädlich und sollte nicht mehr verzehrt werden.

Der Sauerampfer kann wie Spinat zubereitet werden. Viele Köche mischen das Kraut auch mit Spinat. Hierdurch wird der Ampfer würziger und sein Aroma kommt besser zur Geltung. Vielfach wird der Sauerampfer auch als Salat serviert. Hier stehen verschiedene Variationen zur Verfügung. Besonders beliebt ist der Ampfer in Form einer Cremesuppe, die mit Sahne abgerundet wird.

Sauerampfer wird in der Medizin gegen Verdauungsbeschwerden eingesetzt. Die Pflanze weist auch einen hohen Eisengehalt auf. Doch zur Vorbeugung gegen Eisenmangel ist er nur bedingt geeignet. Wer den Sauerampfer hierzu verwenden möchte, der muss Natron als Katalysator verwenden. Sauerampfer enthält die Oxalsäure, welche das Hauptgift der Pflanze ist. Diese hemmt die Aufnahme von Eisen in den Körper. Eisen ist wichtig für die Bildung der roten Blutkörperchen. Das Natron neutralisiert die Oxalsäure und dadurch kann der Körper das Eisen aufnehmen. Natron sollte generell auch in der Küche zugesetzt werden, da der Ampfer bekömmlicher wird.

 

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„Deine Nahrung soll Deine Medizin sein und Deine Medizin soll Deine Nahrung sein“

Hippokrates (460-370 v.Chr.)

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