Heilkräuter

Schafgarbe (Achillea millefolium)

Schafgarbe (Achillea millefolium)

Schafgarbe hilft gegen Allerlei, so der Volksmund. Es ist eine Pflanze, die man so gegen ziemlich jedes Wehwehchen einsetzen kann. Der Name Achillea ist aus der Botanik und leitet sich von griechischen Helden Achilles ab. Es wurde behauptet er habe Schafgarbe zum Lindern seiner Wunden benutzt. Dieses Kraut stammt aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae). Es wächst in ganz Europa bis zum Polarkreis hin.

Schafgarbe ist ein äußerst beständiges Kraut, welches eine Höhe bis zu 80 cm erreichen kann. Wenn diese Pflanze im Hochsommer blüht, verströmt sie einen meist aromatischen Duft. Schafgarbe hat weiße Blüten, jedoch sollte beachtet werden, dass die Konzentration der enthaltenen Öle kurz vor dem Aufblühen am höchsten ist. Nach der Blütezeit fällt sie stark ab. Abgeschnitten wird die ganze Pflanze, da es sich um sehr widerspenstige Sträucher handelt. Sie werden zum Trocknen aufgehangen. Erst später werden dann die Blüten und Blätter abgeschnitten, zerkleinert und in luftdichten Behältern, vor der Sonne geschützt, aufbewahrt.



Schafgarbe hilft bei vielen Frauenleiden. Ob Unterleibskrämpfe oder Wechseljahrsbeschwerden, es kann so mancher Frau helfen. Die Anwendungsgebiete reichen von Schnupfen bis hin zu Sonnenbrand. Auch wer unter Blähungen, Verstopfungen oder Verdauungsstörungen leidet, kann es einmal mit Schafgarbe versuchen. Nicht umsonst wird es auch Bauchwehkraut genannt. Doch auch andere Schmerzen lassen sich damit behandeln. Es soll gegen Schuppenflechte, Bluthochdruck, Herzschwäche oder auch Akne helfen. So manches Leiden konnte schon mit dem Wunderkraut gelindert werden.

Schafgarbe kann man als Tee oder Tinktur verwenden. Es eignet sich auch gut als Badezusatz oder für Kompressen. Schafgarbe ist als Pulver, Öl oder Creme erhältlich. Allerdings kann man dieses Heilmittel auch selbst machen. Ein frisch gepresster Saft aus der Pflanze ist besonders hochwertig. Er sollte aber auch frisch sein und nicht schon gären. Ideal ist die Einnahme verdünnt mit Wasser. Dieses sollte 3- mal täglich gemacht werden. So erzielt er die optimale Wirkung. Die Herstellung des Öls ist sehr kostenintensiv. Verdünnt kann man es für Massagen, Wickel, Kompressen oder Bäder verwenden. Auch eine gute Möglichkeit ist die Verwendung in einer Duftlampe. Durch die langsame Erwärmung kann sich das Öl gleichmäßig im Raum verteilen und so wohltuend auf Geist und Körper wirken.

Es gibt unzählige Geschichten zur Schafgarbe. Rund um den Globus ist und war das Kraut bekannt und in aller Munde. Von Hexen und Druiden, die es in ihren Zaubertränken verwendeten bis hin zu den Indianern, die ebenso von der Wundheilung der Schafgarbe wussten. Angeblich wächst an Friedhöfen so viel Schafgarbe, weil es die Toten daran erinnern soll, dass sie zu Lebzeiten so wenig zu sich nahmen.

Tipp: Weitere Informationen zum Tee finden Sie hier: Schafgarbetee

 

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„Deine Nahrung soll Deine Medizin sein und Deine Medizin soll Deine Nahrung sein“

Hippokrates (460-370 v.Chr.)

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