Heilkräuter

Scharbockskraut (Ranunculus ficaria)

Scharbockskraut (Ranunculus ficaria)

Das Scharbockskraut ist ein Hahnenfußgewächs, das auch als Feigwurz bezeichnet wird. Es blüht im Frühjahr und ist eine der ersten Pflanzen, die geerntet werden können. In großen Mengen wirkt die Pflanze giftig. Daher muss auch vor Beginn und Anfang der Blütezeit geerntet werden. Steht die Pflanze in voller Blüte, hat sich das Gift verstärkt und wird auch in kleineren Mengen gefährlich. Die Pflanze ist vor allem in Nord- und Mitteleuropa zu Hause. Feuchte Wiese, Gebüsche und Hecken sind die Heimat der Pflanze, aber auch in Laubwäldern oder am Rand der Wälder ist sie in großer Zahl anzutreffen. Noch bevor die Bäume ihre Blätter austreiben, bildet sie auf dem Boden eine auffällige grüne Schicht. Während sie bei uns im März wächst, ist sie in südlichen Ländern bereits im Februar zu sehen. Als echter Frühjahrsblüher schließt sie ihren Kreislauf bereits im Mai vollständig ab und verschwindet dann ganz von der Oberfläche, da sie ihre Teile in die Erde verlagert. Die Pflanze wird bis zu 20 Zentimeter hoch und wächst mehrjährig. Die Blätter stehen in langen Stielen und sind herzförmig. Die Blätter sind meistens goldgelb gefärbt und an jeder Blüte stehen bis zu zwölf Kronblätter. März bis Mai ist die Blütezeit der Blume. Hier lockt sie zahlreiche Insekten an, die die Blüten berühren und dadurch die Pflanze bestäuben. Das Scharbockskraut kann sich auch vegetativ vermehren. Das heißt, dass sie an einigen Pflanzenteilen die Möglichkeit besitzt, eine neue Pflanze zu bilden, ohne dass sie befruchtet wird. Auffällig sind hierbei kleine Verdickungen, die als Speicher für Nährstoffe dienen, aus denen die neuen Pflanzen wachsen. Die Knollen sind aber erst bei Pflanzen zu finden, die bereits seit mehreren Jahren wachsen.

In der Küche wird die Pflanze normalerweise nicht verwendet. Schuld daran sind die Giftstoffe, die sehr zahlreich vorhanden sind und die Pflanze auch vor Fressfeinden schützen sollen. Magenschmerzen sind dabei die geringeren Probleme, die die Pflanze herbeiführen kann.
 
In der Naturheilkunde wird die Blume gerne in kleinen Mengen verwendet. Durch den sehr hohen Vitamin-C-Gehalt stärkt die Pflanze die Immunabwehr und sorgt dafür, dass Erkältungskrankheiten kaum eine Chance haben. In vielen Büchern ist beschrieben, dass einige Menschen diese Pflanze im Frühjahr in kleinen Mengen frisch konsumieren. Wenn die Blüte bereits vorhanden ist, sollte darauf allerdings endgültig verzichtet werden. In Sitzbädern soll das Kraut vor allem gegen Hämorrhoiden helfen. Aber auch Warzen können damit eindrucksvoll bekämpft werden. Frühjahrsmüdigkeit soll damit komplett verschwinden. Möglich ist auch eine Hautpflege. In der Kosmetik sollen Hautunreinheiten damit vollständig verschwinden.

 

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