Heilkräuter

Schöllkraut (Chelidonium majus)

Schöllkraut (Chelidonium majus)

Der Genuss von Tee ist weltweit verbreitet und bei vielen Menschen sehr beliebt. Neben einem guten Geschmack, die damit verbundene Entspannung, wurde bei vielen Teesorten auch eine heilende Wirkung festgestellt. Schon seit Jahrhunderten dienen Heilpflanzen und Kräuter als gesunde Grundlage von teilweise sehr hochwirksamen Teegetränken.

Der Schöllkrauttee mit dem lateinischen Namen Chelidonium majus wird aus der Schöllkrautpflanze hergestellt. Das Schöllkraut wird schon seit langer Zeit von Menschen verwendet und wurde in alten Kräuterbüchern auch unter dem Namen Warzenkraut, Wulstkraut, Schwalbenwurz, Schillkraut, oder Augenwurz beschrieben. Und das sind nur einige der zahlreichen Namen, die für das Schöllkraut existieren.



Die Schöllkrautpflanze gehört zur Pflanzenfamilie der Mohngewächse, wächst circa 30 bis 50 Zentimeter hoch und enthält in Stängeln sowie im Rest der Pflanze einen orangefarbenen bis gelben, milchähnlichen Saft. Die Pflanze blüht in den Monaten Mai bis September und kann komplett von der Wurzel bis zu den Stängeln für die Teeherstellung verwendet werden. In allen Teilen der Pflanze sind sogenannte Alkaloide enthalten, die eine krampflösende Wirkung haben. Die Stoffe der Pflanze haben auch schmerzstillende und beruhigende Eigenschaften.
 
Das Schöllkraut kann sowohl innerlich als auch äußerlich angewendet werden. Die Schöllkrautpflanze kann ihre Wirkung innerlich zum Beispiel als Teezubereitung bei Magen-Darm-Beschwerden oder äußerlich zur Behandlung von Warzen entfalten. Der Schöllkrauttee wirkt krampflösend, leicht beruhigend und wird vor allem im Bereich von Magen/Darm und der Gallenwege angewendet. Der Tee wird aber häufig auch bei Beschwerden wie Menstruationsbeschwerden, chronischem Reizhusten, Asthma oder Rheuma eingesetzt.

Geschmacklich hat der Schöllkrauttee leider nicht viel zu bieten und kann als eher unangenehm beschrieben werden. Ein scharfer bis bitterer Geschmack und ein unangenehmer Geruch sind Eigenschaften des Schöllkrauttees.

Bei der inneren Anwendung zum Beispiel als Tee sollte man bei der Menge übrigens etwas vorsichtig sein. Das Institut für Arzneimittel und medizinische Produkte hat als Höchstgrenze für die tägliche Menge an schöllkrauthaltigen Mitteln mit 2,5 Milligramm an Gesamtalkaloiden festgelegt. Diese Höchstgrenzen sollte man unbedingt beachten, um unerwünschte Nebenwirkungen zu vermeiden. Schon ab einem viertel Gramm des Schöllkrauts ist die Höchstgrenze erreicht. Der Tee sollte also sehr sparsam und vorsichtig genossen werden. Nimmt man über längere Zeit größere Mengen zu sich, kann der Schöllkrauttee möglicherweise Leber schädigend wirken. Die Hinweise zur Wirkung und zur richtigen Anwendung sind in der Regel aber auch auf jeder Packung genau beschrieben. Bei der äußeren Anwendung sind diese Regeln hinfällig. Bei einer länger als vier Wochen andauernden Anwendung sollte man zur Sicherheit regelmäßig beim Hausarzt die Leberwerte überprüfen lassen. Menschen mit bekannten Leberempfindlichkeiten oder Krankheiten sollten von der Verwendung ganz absehen. Auch in Kombination mit anderen Arzneimitteln, bei denen eine eventuelle Leber schädigende Nebenwirkung nicht ausgeschlossen werden kann, sollte man auf den Konsum von Schöllkrauttee verzichten. Treten Nebenwirkungen, wie zum Beispiel Bauchschmerzen, Übelkeit, Müdigkeit oder Appetitverlust auf, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Schwangere und Stillende sollten ebenfalls auf den Konsum des Schöllkrauttees verzichten.

Der Tee ist in fast jeder Apotheke erhältlich. Dort kann man sich auch gleich vom Apotheker zur richtigen Anwendungsweise des Tees beraten lassen. Weitere Infomationen finden Sie hier: Schöllkrauttee

 

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„Deine Nahrung soll Deine Medizin sein und Deine Medizin soll Deine Nahrung sein“

Hippokrates (460-370 v.Chr.)

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