Heilkräuter

Die Taubnessel - Taubnesselarten

Die Taubnessel

Die Taubnessel wächst vornehmlich in Europa und in verschiedenen Regionen Nordasiens. Besonders gut gedeiht sie auf stickstoffreichem Boden. Taubnesseln gehören zur Gattung der Lippenblütler und sind krautartige Gewächse. Die Blüten der Nessel werden auch Hummelblumen genannt, weil sie vornehmlich von diesen und anderen Insekten bestäubt werden.

Innerhalb Europas gibt es circa drei Taubnesselarten und mehrere verwandte Sorten. Die gefleckte Taubnessel ist zwischen zwanzig und sechzig Zentimetern groß und leicht behaart. Die Blätter sind meist weiß gesprenkelt und brennnesselförmig. Ihre Blüten sind eher klein und haben eine rosa Färbung. Sie wächst vermehrt an Waldrändern, Hecken oder Wegrändern und wird meist roh in Form von Salaten verarbeitet.

Die Goldnessel erreicht dieselbe Größe und wächst in Laub- und Nadelwäldern. Sie blüht von April bis Juli. Ihrer gelben Blüten verdankt diese Taubnessel ihren Namen. In Speisen ist die Goldnessel weniger beliebt, da man ihr nachsagt, bitter zu schmecken.

Die weiße Taubnessel ist ein mehrjähriges Kraut, das eine Höhe von zwanzig bis siebzig Zentimetern erreicht. Anders als die Brennessel, mit der sie oftmals verwechselt wird, besitzt die weiße Taubnessel keine Härchen. Die weiße Taubnessel hat große weiße Blüten und wird unter anderem auch deshalb nur weiße Nessel genannt. Diese blühen von April bis September, also sechs Monate. Während dieses Zeitraums wird meist geerntet. Dazu werden die nach Honig duftenden Blüten gesammelt und im Schatten kurz getrocknet. Zur Lagerung gelangen diese in einen verschlossenen Behälter, der möglichst im Dunkeln aufbewahrt wird. Es ist wichtig die Blüten schnell und gut zu trocknen, da sie bei Feuchtigkeit zeitnah braun werden und schimmeln.

Schon vor Jahrhunderten galt die weiße Nessel aufgrund ihrer Vielzahl an ätherischen Ölen, Vitaminen, Mineralstoffen, Schleimstoffen und Gerbstoffen als Heilpflanze. In der Naturheilkunde wird die Taubnessel heutzutage auch häufig als Mittel gegen Menstruationsbeschwerden oder Schlaflosigkeit eingesetzt. Auch bei Atemwegserkrankungen, Ausschlägen, Husten, Ausfluss, Ekzemen oder Darmstörungen können die Blüten der Taubnessel Abhilfe leisten. Das häufigste Einsatzgebiet ist jedoch die Frauenheilkunde. Innerlich werden die Blüten mittels Tee zu sich genommen. Dazu wird ein Teelöffel pro Tasse angesetzt. Mithilfe eines Teesiebs werden die getrockneten Blüten in kochend heißes Wasser gegeben. Nach einigen Minuten des Ziehens ist der Tee fertig.

Schwellungen, Krampfadern und Beulen werden mittels Umschlägen behandelt. Dazu werden die Blätter und Blüten abgekocht und in Handtücher gewickelt.

Zu früheren Zeiten wurden junge Triebe der Taubnessel auch gerne als Gemüse gegessen. Sie heißt auch deswegen Taubnessel, weil es, wenn man sie berührt, nicht brennt oder piekst wie bei der normalen bekannten Brennnessel.

 

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„Deine Nahrung soll Deine Medizin sein und Deine Medizin soll Deine Nahrung sein“

Hippokrates (460-370 v.Chr.)

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