Heilkräuter

Wiesensalbei (Salvia pratensis)

Wiesensalbei (Salvia pratensis)

Der Wiesensalbei gehört zur Familie der Lippenblütler. Die Pflanze erreicht eine Höhe von ca. 60 Zentimetern und hat mittelblaue Blüten, durch die die wild wachsende Salbeiart gut erkenntlich ist. Von Ende Mai bis Ende August steht die Pflanze in der Blüte, die von Hummeln bestäubt werden. Das Gewächs wird mehrere Jahre alt. Die Blüten der Pflanze sind in Gruppen von sechs bis acht Blüten zusammengefasst, die nach oben hin immer kleiner werden und enger stehen.

Zur Bestäubung dient ein Vorgang, der bei Salbei-Pflanzen typisch ist. Damit die Hummel den Nektar erreicht, steckt sie den Rüssel in die Blüte. Hierbei wird ein Hebel in Bewegung gesetzt, der den Samen an die Hummel klebt. Beim Wegfliegen nimmt sie den Samen mit und gibt ihn auf dem nächsten Wiesensalbei ab, der damit bestäubt ist.

Der Wiesensalbei liebt Böden, die kalkhaltig und nährstoffreich sind. Die Lage ist dabei trocken und sehr sonnig. Die Pflanze ist in weiten Teilen Europas verbreitet. Hier wächst sie bis 1500 Meter und ist somit auch in kleinen Gebirgen zu finden. In Nordamerika ist der Wiesensalbei inzwischen auch zu finden, wobei sie in dieser Region eingeschleppt wurde. In der Erde verankert sich die Pflanze mit Wurzeln, die über einen Meter Länge erreichen können. Durch diese Länge ist der Wiesensalbei in der Lage, auch aus tieferen Schichten Wasser zu beziehen, wodurch er gut gegen Wassermangel abgesichert ist. Auffällig an der Wurzel ist das dicke Rhizom, an dem zahlreiche feien Verästelungen abzweigen. Der Duft der Pflanze ist sehr aromatisch, und die Pflanze bevölkert gerne trockene Wiesen und Magerrasen.

Der Wiesensalbei eignet sich in der Küche vor allem als Gewürz. Zur Geltung kommt er in Süßspeisen wie Pudding und Ähnliches. Wild- und pikanten Fleischgerichten verleiht er eine vornehme und angenehme Note. Auch ein Tee des Krautes ist bekömmlich und leicht herzustellen. Die frischen Blüten werden fünf Minuten in heißes Wasser gegeben und danach mit einem Sieb abgegossen.

In der Naturheilkunde ist die Pflanze nicht verbreitet. Der Gartensalbei ist die häufiger verwendete Pflanze. Das liegt vor allem daran, dass der Garten-Salbei eine wesentlich höhere Konzentration der wirksamen Bestandteile aufweist. Dennoch kann auch der Wiesensalbei verwendet werden, da er von der Wirkung her sehr ähnlich ist, wie sein Kulturbruder. Insektenstiche sind mit einer Tinktur, die ähnlich wie Tee zubereitet wird, gut zu behandeln. Ebenfalls hat die Pflanze einen positiven Einfluss auf die Atmungsorgane. Gute Erfolge wurden bei der Behandlung von Ekzemen beschrieben. Daneben kann die Pflanze gegen Blähungen, Verstopfung und andere Verdauungsbeschwerden eingesetzt werden.

 

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Hippokrates (460-370 v.Chr.)

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