Heilkräuter

Zinnkraut (Equisetum arvense)

Synonyme: Ackerschachtelhalm, Schachtelhalm, Scheuergras, Tannkraut, Zinnkraut

Zinnkraut wächst auf feuchten Sandböden, Äckern, Waldecken, Bachufern, Wiesenböschungen und Bahndämmen, am besten jedoch auf lehmige Böden. Zinnkraut gehört zu den blütenlosen Pflanzen. Vermehren tut sich Zinnkraut durch unscheinbare Sporen. Zeitig im Frühjahr wachsen die bleistiftähnlichen, gelbbraunen, ca. 15 bis 20 cm hohen, schuppigen Fruchtstängel, die einen kleinen, braunen Hütchen ähneln, aus dem sich Sporen bilden. Der Wind verstreut diese Sporen, der Stängel verschwindet wiederum. Erst jetzt zeigen sich die grünen Halme des Zinnkrauts. Ende April, Anfang Mai erscheint ein fruchtbarer Stängel, der zwischen 40-60cm hoch wird, mit regelmäßigen Astquirlen, kleinen grünen Tannbäumchen ähnlich, blätterlos, der mit seinen Tiefreichenden Wurzeln den Boden aussaugt.
 
Verwendet wird nur das junge Kraut des Zinnkrauts. Das zerkleinerte, getrocknete Zinnkraut ist reich an Flavonoide und mineralischen Stoffen, mit großem Anteil an Kieselsäure und Kaliumsalzen.

Heilkräftig sind die unfruchtbaren Sommerwedel. Zinnkraut hat einen sehr hohen Kieselsäure Anteil (bis zu 16%) und eine besonders gute Heilwirkung. Kieselsäure enthält viel Silizium, ein für den menschlichen Organismus essentielles Spurenelement. Gerade das schnell wachsende Gewebe wie Schleimhäute, Haut, Haare und Nägel braucht viel Silicium der Kieselsäure den Heilprozess fördern. Silicium unterstützt die Fähigkeit der Haut, Feuchtigkeit zu binden. Zugleich unterstützt es den Bindegewebe Aufbau und das gesunde Wachstum von Haaren und Nägeln. Mit dem Alter nimmt der Siliciumgehalt ab. Was zur folge hat, dass die Elastizität und Spannkraft des Bindegewebes sowie das Bindvermögen von Wasser reduziert wird.

Wichtiger Hinweis: Bei eingeschränkter Herz- und Nierentätigkeit ist das regelmäßige Trinken von Zinnkrauttee nicht empfehlenswert.

Zinnkraut Anwendungsarten finden Sie unter Heilpflanzen im Portal: Zinnkraut, ob Teeaufguss, Dunstumschlag, Sitzbäder Tinktur oder Breiumschlag.

 

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„Deine Nahrung soll Deine Medizin sein und Deine Medizin soll Deine Nahrung sein“

Hippokrates (460-370 v.Chr.)

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