Risikofaktor Rauchen - Hilfe beim Aufhören
Risikofaktor Rauchen - Hilfe beim Aufhören
Tabakkonsum ist die häufigste vermeidbare Ursache von Todesfällen weltweit.
Studien sprechen eine eindeutige Sprache: Rauchen ist der mit Abstand stärkste Risikofaktor für die arterielle Verschlusskrankheit. Raucher erkranken drei- bis viermal öfter, ihr Leiden schreitet schneller vor ran, Therapien scheitern bei ihnen häufiger, und bei ihnen muss doppelt soviel amputiert werden. Der Blaue dunst hat auf die Beinaterien einen noch schlechteren Einfluss als auf das Herz.
Doch oft reicht der ärztliche Rat nicht aus um mit dem Rauchen aufzuhören. Das Bewustwerden der Gefahren und die Vorteile des Rauchstopps ist Vorraussetzung um mit dem Rauchen aufhören zu können, aber nicht immer ist Motivation genug. Viele fällt der Ausstieg in einer Gruppe oder mit Therapeutischer Hilfe leichter. Doch das Verlangen nach Rauchen wird noch lange bleiben, den verantwortlich dafür ist das Nikotin, das im Belohnungssystem des Gehirns wirkt.
Es gibt ja einige Präparate die dabei helfen sollen um mit dem Rauchen aufzuhören, ob Pflaster, Lutschtabletten oder Kaugummis sollen die Erfolgschancen erhöhen (mit psychologischer Unterstützung liegt die Erfolgsquote Statistisch bei 17 Prozent). Es gibt auch Bücher wie zum Beispiel das Buch von Allen Carr “Endlich Nichtraucher” um mit dem Rauchen aufzuhören.
Ohne Unterstützung liegt die Erfolgsrate nach einem Jahr nur noch bei drei bis fünf Prozent. Verschreibungspflichtig sind Präparate mit dem Wirkstoff Bupropion und Vareniclin, die das Rauchverlangen nachweißlich mildern. Sie sind aber nicht für alle Patienten geeignet und erfordern vom ARZT eine kritische Abwägung von Nutzen und Risiken.
Zum Beispiel der Wirkstoff Bupropion kann zu Bluthochdruck führen und die Schwelle für Gehirnkrämpfe senken. Die Arzneimittelkommission der deutschen Ärztegeschaft gibt den Warnhinweis, dass bei Anwendung von Vareniclin Depressionen und Suizidgedanken registriert wurden. Bei depressiven Verstimmungen müsse das Präparat abgesetzt werden.
Bupropion ist ein Antidepressivum, dessen sexuelle Stimulanz durch die Anregung des Limbischen Systems, der Amygdala, des Septums, Hippocampus und Entorhinal Cortex zu wirken scheint. Diese Anregung verstärkt bei sexuellen Aktivitäten die Lust und Empfindlichkeit der Genitalien, wodurch Sinnesreize einfacher in sexuelle Handlungen umgesetzt werden können. Bupropion erhöht nicht die sexuellen Aktivitäten an sich.
Neu ist die Wirkung am Nikotionrezeptor jedoch nicht - als Naturstoff wird es in Osteuropa bereits seit 40 Jahren genutzt. Im zweiten Weltkrieg nutzen Raucher bereits schon die Blätter vom Goldregen als Tabak und Nikotinersatz. Die Extrakte aus dem Goldregen entfalten nikotinähnliche Wirkungen, ohne süchtig zu machen. Jedoch ist bei Goldregen auch Vorsicht geboten, denn der Goldregen ist giftig, am giftigsten sind die gelben Schoten, bei Erwachsenen kann der Goldregen bei einer Dosis von 23 Früchten tödlich sein.