Ackersenf (Sinapis arvensis)
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Ackersenf (Sinapis arvensis)
Der Ackersenf (Sinapis arvensis) gehört zur Familie der Kreuzblütler. Bei Bauern ist er oftmals unbeliebt, da er in den Getreidefeldern erheblichen Schaden anrichtet. Die Wuchshöhe der krautigen Pflanze beträgt zwischen 20 und 60 Zentimeter. Zu erkennen ist die Pflanze an ihren bis zu 20 Zentimeter langen Blättern, die am unteren Ende angeordnet sind. Die Blüte ist vierblättrig und gelb und die Kelchblätter stehen waagrecht von der Pflanze ab. Die Blütezeit der Pflanze ist von Mai bis Oktober. Sie ist die Wildform der heute gängigen Senfpflanze, die zur Herstellung des normalen Speisesenfs verwendet wird.
Die Pflanze ist bei uns eigentlich nicht heimisch und wurde mit dem Handel von Samen bei uns eingeschleppt. Sie gedeiht mittlerweile weltweit in den gemäßigten Breiten. Die Pflanze bevorzugt nährstoffreiche Böden, die eine basische Qualität haben, und tritt dort in großer Zahl auf. Vor allem in Brachen und an Wegrändern sind die Pflanzen oft zu finden.
Der Ackersenf ist eine einjährige Pflanze. Die Wurzeln reichen oft bis in einen Meter Tiefe. Die Blüten sind vorweiblich angelegt, sodass die Blume von Insekten wie Bienen oder Käfern bestäubt wird. Daneben kommt es häufig zu einer Selbstbestäubung der Pflanze. Die Samen bleiben oft jahrelang keimfähig. Sie keimen jedoch nur, wenn sie an der Oberfläche sind. Dies geschieht auf Äckern beim Umpflügen. Hier mischen sich die Pflanzen dann unter das Getreide und müssen später aussortiert werden.
Die Pflanze wird medizinisch vor allem in der Bach-Blüten-Therapie verwendet. Hier soll sie gegen Depressionen, schlechte Laune und Freud- und Lustlosigkeit wirken. Daneben verwendet die Bachblütentherapie die Pflanze gegen körperliche Erkrankungen. Hier ist vor allem die Störung des Leber-Gallensystems zu erwähnen. Ebenfalls soll der Ackersenf gegen ein schwaches Immunsystem wirksam sein und eine hormonelle Unterfunktion beheben können.
Die frische Pflanze wird in der Phytotherapie gerne als Umschlag verwendet. Hier stehen entzündliche Prozesse des Halsbereiches im Vordergrund. Auch eine Bronchitis soll damit behandelt werden. Hier ist ein heißer Umschlag aus dem Brei der Pflanze zu bereiten und aufzulegen. Vorsicht ist bei dieser Pflanze und deren Anwendung geboten. Der Ackersenf kann allergische Reaktionen auslösen, die bis hin zum anaphylaktischen Schock reichen können.