| E wie Estragon |
Engelwurz wird auch Arznei-Engelwurz oder Echte Engelwurz genannt, schon früher fehlte die stattliche Wildstaude in keinem Klostergarten. Auch heute noch ist die Pflanze für jeden Kräutergarten zu empfehlen.
Engelwurz ist eine zwei- bis vierjährige, nur einmal blühende Pflanze. Mit Höhen von 100 bis 250cm überragt sie nahezu alle anderen Kräuter. Die Stängel stehen aufrecht und sind zumindest an der Basis stielrund. Sie sind schwach gerillt, innen markig-hohl, schmecken würzig und oben verzweigt. Im Juni / Juli des zweiten Jahres öffnen sich grünlich-weiße Blütendolden. Die Blütenstände sind endständige, halbkugelige Dolden. Die Doldenstiele sind nur in den obersten Bereichen behaart.
Engelwurz gedeiht in allen Lagen, solange der Boden frisch bis feucht und nährstoffreich ist. Der beste Saat-Termin ist August, sobald der Samen reif ist. Vor dem Winter erscheinen Blattrosetten, im nächsten Jahr die Blüte. Danach stirbt die Pflanze ab, jedoch sorgt die Pflanze durch Selbst-Aussaat für Nachwuchs. Weitere Informationen zur Aussaat finden Sie hier: Kräuter Aussaat
Tipp: Alle Pflanzenteile sind hocharomatisch und duften anisartig. Sie enthalten Bitterstoffe, die die Verdauung anregen. Deshalb wird Engelwurz auch vielen Kräuterbittern zugesetzt. Diese Wirkung entfaltet auch ein Tee aus frischen oder getrockneten Blättern. Weitere Informationen finden Sie hier: Engelwurztee
Hinweis: Achten Sie beim sammeln von Engelwurz auch darauf ob es sich wirklich auch um Engelwurz handelt, bei Wildsammlungen besteht die Gefahr es mit dem giftigen Gefleckten Schierling (Conium maculatum) verwechselt werden kann.
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