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Kräuter Lexikon » G wie Gartenkresse » Ginkgo (Ginkgo biloba)

Ginkgo (Ginkgo biloba)

G wie Gartenkresse

Ginkgo (Ginkgo biloba)

Ginkgo - kein Kraut, Ginkgo ist ein Baum. Die Ahnentafel des Ginkgobaumes ist auf Millionen von Jahren zurückzuführen und ein einzelner Baum dieser Gattung kann über tausend Jahre alt werden. So gibt es einzelne Exemplare, die bis zu 50 Meter Höhe und einen Umfang von über 10 Metern aufweisen. Der Ginkgobaum ist zum „Baum des Jahrtausends“ erklärt worden.
 
Aufzeichnungen zwischen 300 v. Chr und 200 n. Chr. belegen, dass in China der Ginkgobaum seit über 2000 Jahren für Heilzwecke verwendet wird. Die Inhaltsstoffe sind Flavonoide, Procyanidine, Diterpenoide, Ginkgolid und Bilobolid.

Medikamente mit Ginkgo wirken durchblutungsfördernd. Gute Erfolge erzielt man daher bei der arteriellen Verschlusskrankheit der Beine, auch Schaufensterkrankheit genannt und bei Verringerung des Denkvermögens bei Durchblutungsstörungen des Gehirns. Durch seine Blut verdünnende Wirkung sollten Präparate mit Ginkgo aber einige Wochen vor einer Operation auf alle Fälle abgesetzt werden.
 
Außerdem werden Präparate mit Ginkgo bei Diabetes, Wurmerkrankungen, Asthma und Bronchitis eingesetzt und äußerlich kann die Wundheilung mit Salben oder Kaltansätzen verbessert werden.
In den 1980er Jahren wurde Ginkgo auch in seiner homöopathischen Wirkung einer Prüfung unterzogen. Hier sind es Gemütserkrankungen, wie Ärger, Schlafstörungen, Depressionen, Vergesslichkeit, Unlust, Überempfindlichkeit und vermindertes Selbstwertgefühl, die durch Ginkgo geheilt werden können, wenn das Mittel angezeigt ist. Auf gar keinen Fall sollte bei diesen Verstimmungen immer gleich mit Ginkgo reagiert werden. Eine anständige, homöopathische Anamnese muss auf alle Fälle vorausgehen.

Um Alterserscheinungen wie Alzheimer vorzubeugen, wurde Ginkgo schon vor über 2000 Jahren von der traditionell chinesischen Medizin verwendet. Auch in der westlichen Naturheilkunde fand Ginkgo seinen Einzug bei Gedächtnisstörungen im Alter. Eine Studie von 2009 will nun die kognitive Wirkung von Ginkgo widerlegen. Gerne wird diese Studie im Internet von vielen Seiten zitiert, um die Wirksamkeit dieser großen Naturheilpflanze zu beschneiden. Der menschliche Verstand sollte aber siegen, und bevor man einer einzigen Studie glauben schenkt, sollte jeder überlegen, ob sich eine 2000 Jahre alte Medizin so geirrt haben sollte oder ob sich nicht vielleicht die Wissenschaftler der Neuzeit irren, weil sie ihre Studie nicht ordentlich durchgeführt haben.
 
Die Studie wurde mit einer Altersgruppe von 72- bis 96-jährigen durchgeführt. Die Kraft der Natur ist aber kein Zaubermittel und bei vorgeschädigtem Gewebe lässt sich sicherlich nicht mehr allzu viel ausrichten. Eine Langzeitstudie mit jüngeren Probanden und vielleicht auch nicht nur mit einem einzigen pharmazeutisch hergestellten Mittel (es wurde allein ein Mittel der Firma Schwabe verwendet) könne das Ergebnis schon komplett verändern.

Ginkgo beflügelte schon die Worte des Dichters Goethe und hielt Einzug in die Malerei des Jugendstils. Der Baum und seine Blätter faszinierten Jahrtausende die Menschen und linderte ihre Krankheiten. So robust, wie dieser Baum ist, wird er auch weiterhin dem Menschen Freude und Gesundheit schenken.

Tipp: Informationen zum Ginkgo Tee finden Sie hier: Ginkgo Tee

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