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Kräuter Lexikon » K wie Kamille » Knoblauchsrauke (Alliaria petiolata)

Knoblauchsrauke (Alliaria petiolata)

K wie Kamille

Knoblauchsrauke (Alliaria petiolata)

Die Pflanze gehört zu den Kreuzblütengewächsen. Ihr Name kommt von ihrem Duft. Werden die Blätter zerrieben, dann verströmt die Pflanze einen Knoblauchgeruch, der sehr intensiv sein kann. Die Knoblauchsrauke heißt im Volksmund auch Knoblauchskraut und Lauchkraut.

Die Pflanze kommt in Europa, Asien, Nordamerika und Nordafrika vor. Sie ist häufig in der Gesellschaft von Brennnesseln und kommt in Wäldern, Gebüschen und Hecken vor. Die Rauke liebt stickstoffreiche Lehmböden, die auch immer mehr in städtischen Anlagen vorkommen. Deshalb ist sie mittlerweile dort vermehrt zu finden.

Das Kraut erreicht eine Höhe von 100 Zentimetern und blüht als mehrjährige Pflanze mindestens zwei Jahre lang. Dabei ist die Blütezeit von April bis Juli angesiedelt, in der sie ihre weißen acht Millimeter großen Blüten zeigt, die in großer Zahl nebeneinander angeordnet sind.

Zur Bestäubung bietet die Pflanze ihren Nektar offen an. Dadurch gibt es zahlreiche Insekten, die die Pflanze als Nahrungsquelle nutzen. Darunter befinden sich Bienen, Hummeln, Fliegen und Käfer. Wie viele Kräuter ist die Knoblauchsrauke aber auch zur Selbstbestäubung fähig, die im Notfall eingesetzt wird. Die Ausbreitung der Pflanze erfolgt zunächst durch den ganz normalen Abwurf der Samen. Eine Besonderheit gibt es aber bei Nässe. Die Samen werden hierdurch klebrig und schleimig. Streift ein Tier an den Pollen vorbei, dann klebt sich der Samen am Fell fest. Wenn er wieder trocknet, fällt er vom Tier und keimt im Boden. Die Pflanze kann aber auch durch ihre Wurzeln Ableger bilden.

Die Pflanze ist für den Aurorafalter eine wichtige Nahrungsquelle. Der Falter ist nur noch selten zu finden. Die Pflanze ermöglicht dem Falter somit das Überleben der Art.

Tipp: Informationen zum Thema Schmetterlings-Blumenbeete finden Sie hier: Schmetterlings-Blumenbeet

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