| W wie Wegerich |
Die Wohlvertrauten Gattungen Asperula = Meister und Galium = Labkraut konnten selbst Fachleute nur mit großer Mühe unterscheiden.

Gründliche Bearbeitungen zeigten, dass das Verbindende das mühsam als trennend Aufgebaute überwog, und folgreich vereinte man beide Gattungen zu einer. Der neue wissenschaftliche Name ist jetzt Waldmeister.
Waltmeister ist eine ausdauerndes und Bodenbedeckendes Kraut und kommt besonders in Buchenwäldern vor. Aus dem Wurzelstock treiben im Frühjahr bis 20cm hohe vierkantige Stängel, 6-8 dunkelgrüne Blätter in einem Quirl. Lässt man die Pflanze anwelken duftet sie stark nach – Waldmeister! Der Grund dafür sind die Verbindungen von Cumarin, die beim welken diesen Stoff freisetzen. Als Aromatikum vor allem für Bowlen hat es einen guten Ruf erlangt. Waldmeister wird Volksmedizinisch genutzt, die Wirksamkeit ist jedoch wissenschaftlich nicht belegt, von daher werden wir hier keine Anwendungsbeispiele aufführen. Seit den 80iger Jahren darf Waldmeister nicht in der Lebensmittelindustrie verwendet werden, den der Cumaringehalt steht im verdacht bei Langzeitanwendung oder höherer Dosierung Leberschäden zu verursachen.
Hinweis: Besonders cumarinreiche Waldmeister Bowlen können bei mehreren gläsern den nächsten Tag im Kopf einen Kater hinterlassen, durchaus ein Anzeichen für eine milde Vergiftung.
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