Götterspeise schwarz

Schwarze Götterspeise – geheimnisvolle Süßigkeit

Götterspeise, auch Wackelpudding, Wackelpeter, Froschsülze, Ampelpudding – das ist alles das Gleiche. Götterspeise ist üblicherweise erhältlich in Rot, Gelb und Grün. Schichtet man diese Farben, so hat man den Ampelpudding. Möchte man schwarze Götterspeise, so muss man diese selbst herstellen oder teuer in Delikatessengeschäften kaufen. Das lohnt sich nicht, denn ein einfacher Trick färbt die Götterspeise schwarz.

Götterspeise herstellen

Egal, welche Farbe, Götterspeise ist in der Art der Herstellung immer gleich: Man nehme gekochten Fruchtsaft, der mit Gelatinepulver vermischt wird. Wem die Abbindezeit von 12 bis 24 Stunden zu lang ist, greift zu fertigen Mischungen, die einfach nur in gekochtes Zuckerwasser eingerührt wird. Vegetarier fahren hiermit besser, denn meist ist in den fertigen Produkten keine Gelatine, sondern ein Ersatzstoff verarbeitet. Beide Varianten müssen gekühlt werden. Götterspeise hält nur ein paar Tage, danach gibt sie Wasser ab und löst sich einfach auf.

Beschwipste Götterspeise

Wer Lust hat auf Experimente, versucht Rezepte mit Alkohol. Hierbei nimmt man nur eine kleine Menge Zuckerwasser, das man mit dem Pulver vermischt bzw. dem Fruchtsaft und der Gelatine.
Diese Mischung muss eine Temperatur unter 80° C haben, bevor man sie dem Alkohol beigibt, sonst verdunstet dieser und der Geschmack verfliegt. Wodka und Rum eignen sich besonders gut, alles, was einen Gehalt von mehr als 38 % hat, eignet sich ebenfalls. Der persönliche Geschmack entscheidet.

Schwarze Götterspeise

So geheimnisvoll die schwarze Götterspeise auch aussieht, ihr Geheimnis ist ganz simpel. Es ist der Saft von schwarzen Johannisbeeren. Der gelbe Wackelpudding ist zitronig, der rote aus Him- oder Erdbeeren und der grüne, die Froschsülze, mit künstlichem Waldmeister (echter Waldmeister ist giftig. Er enthält Cumarin, das bei unsachgemäßem Verzehr Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen hervor rufen kann). Will man einen Ampelpudding herstellen, schichtet man einfach die drei Geschmäcker übereinander. Wichtig: Jede Schicht für sich muss erst erkalten, bevor man die nächste aufgießt!
Götterspeise wird meistens mit einer Vanillesoße gereicht, seltener mit frischer Milch. Wer möchte, nimmt Eierlikör oder andere dickflüssige Alkoholika.

Schwarze Götterspeise ist eigentlich gar nicht schwarz, sondern ganz tief dunkelrot. Das sieht man gut, wenn den schwarzen Wackelpudding gegen eine Lichtquelle hält. Schwarze Götterspeise ist kaum transparent, im Gegensatz zu den anderen Farben. Auch deshalb erscheint sie sehr viel dunkler, als sie eigentlich ist.

Bestellt man eine Götterspeise bei einem Besuch in der Schweiz, so dürfte die servierte Leckerei eine Überraschung sein: Man bekommt eine Nachspeise, die aus Keks oder Zwieback, Obst oder Kompott und Sahne besteht. Sehr lecker ist diese Süßigkeit auch, sie hat nur so gar nichts mit der Götterspeise zu tun, die wir in Deutschland kennen.

Woher der Name Götterspeise kommt, ist nicht geklärt. Vielleicht hat eine besonders emsige Hausfrau sie einmal für ihren Göttergatten erfunden und nach ihm benannt. Vielleicht hieß er Peter, und die Dame des Hauses erfand Götterspeise und Wackelpeter gleichzeitig.