| Kräuterwein |
Holunder ist nicht nur sehr gut für die Gesundheit. Der Holunder bietet auch in der Herstellung verschiedener Dinge eine besondere Vielfalt. Denn nicht nur die Früchte sondern auch die hübschen kleinen, weißen Blüten können wunderbar in der Küche verwendet werden. Aus den Früchten können zum Beispiel Gelees und Marmeladen hergestellt werden. Die Blüten eignen sich zur Herstellung von Saft, Sirup, Öl und Essig. Selbst Wein lässt sich aus den Holunderblüten herstellen. Und dieser ist nicht nur sehr bekömmlich, sondern auch noch sehr schmackhaft.

Für die Herstellung von Holunderblütenwein gibt es allein im Internet sehr viele Rezepte. Doch bei der Herstellung ist einiges zu beachten. Wichtig ist auf jeden Fall die Sauberkeit. Die Arbeitsfläche, die Geräte und Behälter sollten gründlichst gereinigt werden. Behälter sind vor dem Befüllen mit heißem Wasser auszuspülen, denn selbst Spülmittelreste können den Wein verderben.
Es gibt verschiedene Rezepte für Holunderblütenwein, die sich nicht nur bei den Zutaten unterscheiden, sondern auch bei dem Schwierigkeitsgrad. Besonders einfach ist der Holunderblütenwein aus herkömmlichen Weißwein herzustellen. Für dieses Rezept werden sechs Holunderblütendolden verwendet. Diese werden zuerst gründlich gewaschen und müssen dann gut abtropfen. Sie werden nun in einen Topf gegeben und mit einem Liter trockenen Weißwein aufgefüllt. Nun müssen sie für vier bis fünf Tage ziehen. Anschließend wird der Wein durch ein Küchentuch gefiltert. Jetzt werden nur noch 150 g Zucker in Obstwasser aufgelöst und in den Wein eingerührt. Das Obstwasser sollte im Verhältnis 1:15 zum Wein verwendet werden. Verwendet werden kann zum Beispiel Mirabellen-, Birnen- oder Pflaumenlikör. Nach dem Verrühren wird der Wein in Flaschen gefüllt und muss kühl gelagert werden.
Etwas aufwendiger, aber mindestens genauso lecker, ist die zweite Möglichkeit, Holunderblütenwein herzustellen. Bei dieser Variante wird zuerst Holunderblütensirup hergestellt. Dazu werden drei in Scheiben geschnittene Zitronen mit sieben Holunderblüten in einen Steinguttopf gegeben und mit sieben Liter Wasser übergossen. Diese Mischung muss nun einen Tag durchziehen. Der Sirup wird anschließend gefiltert und mit 1000 g Zucker verrührt. Wieder muss die Mischung einen Tag ziehen. Die Flüssigkeit wird nun in dickwandige Flaschen gefüllt und muss für ca. vier Wochen kühl gelagert werden. Es entsteht ein Most, der leicht kohlensäurehaltig ist. Zu diesem Most werden dann 250 g Rosinen, drei Teelöffel Zitronensäure und drei Teelöffel Weinhefe gegeben. Alles wird gut verrührt und einen Tag stehen gelassen. Nun wird die Mischung in einen Gärballon gefüllt und muss für ca. fünf Monate ruhen. Anschließend wird alles gefiltert und in Flaschen abgefüllt. Der Wein sollte jedoch unbedingt gekühlt serviert werden. Wer den Wein sehr süß mag, kann beim Zucker auch variieren.
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