Chinesische Medizin

TCM Arzneispezialitäten

Über 3000 TCM Arzneispezialitäten

Die Arzneitherapie aus dem Reich der Mitte dürfte wohl die ausgereifteste  phytotherapeutische Behandlungsmethode sein, die Menschen je erdachten. In den vergangenen Jahren hat sich der Arzneischatz ständig weiterentwickelt. Neue Präparate wurden den alten an die Seite gestellt, sodass ein breit gefächertes Medikamentenspektrum entstanden ist. Ein sehr bekanntes Kräuterbuch ,,Shen Nong Ben Cao’’ das vor über 2000 Jahren entstanden ist beschreibt 365 Arzneispezialitäten.

Selbst im 16. Jahrhundert umfasste es schon mehr als 2000 Präparate. In der berühmten Sammlung des College für TCM im chinesischen Chengdu lassen sich heutzutage über 3000 Spezialitäten bestaunen. Allesamt stammen sie aus der Mutter Natur. Getrocknete Pflanzenteile wie Samen, Wurzeln, Blätter, oder Blüten machen den größten Anteil aus, ca. 90 Prozent der so genannten Rohdrogen. Weitere 5-6 Prozent sind tierische Produkte wie getrocknete Blutegel, Tintenfischknorpel, Seidenraupenhüllen oder Fledermauskot. Die anderen 4-5 Prozent sind Mineralien.

Ihre Wirkungen wurden über Generationen erprobt und es ist genauestens in Kräuter- und Arzneibüchern aufgezeichnet. Eine Art Arzneisteckbrief charakterisiert jedes Präparat nach dem gleichem Muster.

So werden Beispielweise acht therapeutische Wirkungen unterschieden. Die zahlreichen ,,Drogen’’ Steckbriefe dienen nach wie vor als Basistexte für Studierende an den 25 TCM - Hochschulen in China. Doch ebenso wenig wie in der westlichen Medizin 3000 Arzneien notwendig sind, arbeitet ein TCM – Therapeut mit allen Spezialitäten. Der übliche Rahmen für Verordnungen dürfte wohl bei einigen Hundert liegen, was allerdings lediglich geschätzt wurde.

Behandelt werden die Patienten seit alters her mit einem Gemisch aus mehreren Kräutern: der Rezeptur.

Üblich sind jedoch zwischen vier und zwanzig Einzelkomponenten; ihr Zusammenwirken soll die Arznei runder und ausgewogener machen. Sie wird meist als Abkochung (medizinisch ,,Dekokt’’) verabreicht, die der Patient über den Tag verteilt zu sich nimmt.

Tipp: Weitere interessante Informationen finden Sie unter Heilpflanzen und im Kräuterlexikon.

 

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„Deine Nahrung soll Deine Medizin sein und Deine Medizin soll Deine Nahrung sein“

Hippokrates (460-370 v.Chr.)

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