Salben

Schöllkraut Salbe herstellen

Schöllkraut besitzt einige gesundheitsfördernde Wirkstoffe. Als Salbe hergestellt dient es unter anderem zur Entfernung von Warzen. Man benutzt zur Zubereitung der Salbe die ganze Pflanze mit Wurzel. Dann benötigt man noch Lanolin, Bienenwachs und eine kleine Menge Schöllkrauttinktur. Je nachdem für was die Salbe eingesetzt werden soll, kann man noch Oliven-, Ringelblumen- oder Johanniskrautöl untermischen. Das Öl muss dann zusammen mit dem Lanolin erhitzt werden. Anschließend lässt man das Gemisch einige Tage stehen, bevor man es nochmals kurz erwärmt. Nach dem Abseihen und Auspressen wird das geschmolzene Bienenwachs untergerührt. Man muss immer wieder rühren, bis das Ganze abgekühlt ist. So wird die Salbe schön geschmeidig.

Die Tinktur kann bei Handwärme am besten mit einem Pürierstab untergemixt werden. Jetzt kann die Masse in Gläser, Tuben oder Dosen abgefüllt werden. Benutzt man Gläser, so sollte man diese mit hochprozentigem Alkohol vorher desinfizieren, damit sich mit der Zeit kein Schimmel oder Keime bilden. Man muss beachten, dass das Schöllkraut giftig und der gelbe Saft äußerst ätzend sein kann. Schöllkraut als purer Saft soll ebenfalls gegen Warzenbildung helfen. Das Schöllkraut kommt aus der Familie der Mohngewächse. Es wurde schon in frühester Zeit als Heilmittel bei Hautkrankheiten eingesetzt. Die Inhaltstoffe dieses Krautes wirken entzündungshemmend, antiviral und antibakteriell. Des Weiteren wirkt es gegen Pilze und auch gegen Tumore. Die enthaltenen Bitterstoffe nehmen Wirkung auf Galle und Leber. Als Tee eingenommen, fördern die Inhaltsstoffe beispielsweise den Gallefluss, die Leberfunktion wirkt angeregt und eine entkrampfende Wirkung kann ausgelöst werden. Laut Volksheilkunde wirkt das Schöllkraut des Weiteren gegen die Augenerkrankung grauer Star und auch Hornhautverfärbungen in den Augen verschwinden allmählich.

Nachdem man das Schöllkrautblatt abgewaschen hat, zerreibt man den mürben Stängel zwischen Zeigefinger und Daumen. Mit der gewonnenen Feuchtigkeit streicht man mit dem Finger über das geschlossene Auge, und obwohl nicht direkt ins Auge gegeben, ist die Wirkung gegeben. Auch bei Sehschwäche oder vorbeugend bei überanstrengten Augen soll das Kraut eine lindernde Wirkung haben. In der Homöopathie wird aus Schöllkraut eine Tinktur hergestellt, von der man zwei- bis dreimal täglich bis zu fünfzehn Tropfen mit etwas Wasser einnehmen soll, um die genannten Leiden zu bekämpfen. Eine verstärkte Behaarung der Beine und Arme bei Frauen kann auf eine Nierenstörung hinweisen. Wird beispielsweise die betroffene Haut mit Schöllkrautsaft bestrichen und zusätzlich eine Teekur durchgeführt, setzt eine bessere Durchblutung der Nieren ein und der Haarwuchs geht zurück.

In höherer Dosierung sollte Schöllkraut nicht eingenommen werden. Auch bei gleichzeitiger Einnahme von leberschädigenden Arzneimitteln wird von der Einnahme abgeraten. Die unachtsame Einnahme von Schöllkraut kann zum Anstieg der Leberwerte führen, allerdings bilden sich Nebenwirkungen nach Absetzen der Präparate wieder zurück. Wird Schöllkraut über einer Dauer von mehr als vier Wochen angewendet, so sollte man die Leberwerte kontrollieren lassen. Im Schöllkraut wurden knapp dreißig verschiedene Alkaloide festgestellt. Das Kraut wächst fast überall. Je nachdem wohin die Samen von Ameisen verschleppt wurden, kann es an Weg- und Straßenrändern sowie auch an Hecken und Zäunen wachsen. Auch in Gebüschen und Mauerritzen ist das Schöllkraut anzutreffen. Man erkennt Schöllkraut an den hellgrünen, leicht behaarten Blättern und den Blüten, die gelb und vierblättrig sind.

 

„Deine Nahrung soll Deine Medizin sein und Deine Medizin soll Deine Nahrung sein“

Hippokrates (460-370 v.Chr.)

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