Wirkung

Königskerzentee Wirkung

Die Königskerze ist ein einheimisches Gewächs und zudem sehr auffällig. Ihren Namen trägt sie wegen ihrer Blüte, die stark an eine Kerze erinnert und meist in leuchtendem Gelb gehalten ist. Die Königskerze kann bis zu 2 Meter hoch werden und ist schon deshalb unübersehbar.

Aus der Königskerze wird ein hervorragender Kräutertee hergestellt, eine Herstellung in Eigenregie ist aber nahezu unmöglich. Das Verfahren zur Gewinnung von Tee ist sehr aufwendig und wird in der Regel maschinell durchgeführt. Das Kuriose am Königskerzentee ist die Herstellung desselben aus den Blütenblättern, welche wiederum für viele Tiere extrem giftig sind.

Für den Königskerzentee werden die Blütenblätter der Pflanze sorgfältig getrocknet. Der fertige Tee ist in Teebeuteln oder lose abgepackt zu bekommen. Der Geschmack ist nicht unangenehm. Er ist süß und erinnert an Honig. Darum muss er nicht unbedingt gesüßt werden. Wer trotzdem nicht darauf verzichten möchte, kann Honig oder Zucker verwenden.

Der Königskerzentee wird bei vielerlei Leiden eingesetzt. Er ist bei chronischen Erkrankungen ebenso wirkungsvoll wie bei akuten Beschwerden. Sehr gern wird er bei Husten jeglicher Art getrunken. Ob es nun Reizhusten oder Asthma ist oder ein Husten, der mit einer Erkältung einhergeht. Der Königskerzentee wirkt schleimlösend und den Hustenreiz lindernd.

Vielfach wird der Königskerzentee weiterhin zur Vorbeugung gegen Grippe und Erkältungen empfohlen. Es genügt, jeden Tag eine Tasse in kleinen Schlucken zu trinken, man kann aber auch bis zu dreimal täglich eine Tasse trinken. Die Tageszeit, zu der man den Tee genießt, ist egal. Er hat keinerlei Auswirkungen auf den Körper in Form von belebend oder beruhigend. Daher kann er ebenso morgens zum Frühstück getrunken werden wie abends vor dem Zubettgehen.

Der Königskerzentee wird bereits seit dem Mittelalter in der Naturheilkunde eingesetzt. Neben den positiven Effekten bei Erkältungen und Grippe wirkt der Tee weiterhin bei Magen-Darm-Störungen. Ferner wird die Wundheilung gefördert. Im Mittelalter tranken Männer und Frauen diesen Tee auch aus einem völlig anderen Grund: Er soll aphrodisierend wirken. Diese Wirkung ist allerdings bis heute nicht nachgewiesen.

Der Königskerzentee ist recht teuer, darum werden die Blütenblätter häufig nur als Zusatz in anderen Hustentees verwendet. Für eine Tasse reinen Königskerzentee nimmt man 2 Teelöffel getrocknete Blüten, übergießt diese mit kochendem Wasser und lässt den Tee etwa 5 Minuten ziehen. Nach dem Abseihen kann man den Tee süßen und anschließend genießen.

Da die Königskerze schon seit Jahrtausenden in der Heilkunde eingesetzt wird, sind zahlreiche andere Wirkungsweisen überliefert. So wurden früher Geschwüre- und Wunden mit der Königskerze behandelt. Die bekannte Naturheilkundlerin Hildegard von Bingen setzte den Königskerzentee gegen Depressionen ein. Aristoteles berichtete gar, dass mit der Königskerze der Fischfang wesentlich einfacher war. Die Fische wurden einfach durch die Wirkstoffe betäubt und mussten nur noch eingesammelt werden. Selten trinken heute Menschen den Königskerzentee bei Gallen- und Leberleiden.

 

„Deine Nahrung soll Deine Medizin sein und Deine Medizin soll Deine Nahrung sein“

Hippokrates (460-370 v.Chr.)

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