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Spirulina ist auch unter dem Namen Blaualgen bekannt. Sie wird als das blaugrüne Wunder oder das grüne Kraftwerk der Natur gefeiert und ist inzwischen in vielen Ländern der Welt bekannt.
Es handelt sich hierbei um ein Bakterium (Cyanobakterien), welches sich am liebsten in stark alkalischen Salzgewässern aufhält. Cyanobakterien gehören zu den ältesten Organismen der Welt. Die Heimat der Blaualge ist vor allem in Mittelamerika, Südostasien, Afrika und Australien. Man sagt, dass die Flamingos in Afrika ihre schöne Farbe der Spirulina zu verdanken haben. Spirulina gehört mit zur Hauptnahrung der genannten Vögel. In den genannten Regionen halten sich die Bakterien in tropischen und subtropischen, flachen und salzhaltigen Gewässern auf. Bereits seit Urzeiten wird Spirulina von den dort lebenden Menschen als Nahrung verwendet.
Diese Algenart besteht bis zu 67 % aus wertvollen Proteinen, 10 bis 19 % Kohlenhydrate, 7 bis15 % Fette und 5 bis 9 % Mineralstoffe. Des Weiteren enthält Spirulina wertvolle Vitamine (A, B, E) sowie die Mineralien (Kalzium, Eisen und Magnesium). Es gibt aber auch Kritiker, die behaupten, dass gerade der Anteil des Vitamins B12 in einem nur sehr geringen Ausmaß vorhanden sei.
Inzwischen hat sich der Einsatzbereich dieses Produktes immens vergrößert. Es wird teilweise Fisch-, Hunde- und Katzenfutter beigemengt. Den größten Anteil der Spirulina erhalten jedoch wir Menschen. Hersteller von Bio-Lebensmitteln fügen es ihren Produkten gern als nährstoffreiche Beigabe zu. Am bekanntesten ist Spirulina als Nahrungsergänzungsmittel. In Deutschland ist das Produkt unter Mikroalgen bekannt und wird in Pulverform oder auch als Tablette bzw. Pressling angeboten. Um die Nachfrage auf dem Markt befriedigen zu können, werden inzwischen jährlich ungefähr 3000 Tonnen an Rohmasse gehandelt. Um diese Massen überhaupt zu erhalten, wird Spirulina in sogenannten Aquakulturen bei einer Wassertemperatur von 35°C hergestellt. Im Anschluss wird die Masse gefiltert und zentrifugiert. Der entstandene Schlamm wird zum Ende mit der Zugabe von Heißluft getrocknet.
Neuere Untersuchungen beschäftigen sich mit der cholesterinsenkenden Wirkung durch Spirulina. Ein endgültiges Ergebnis liegt zurzeit noch nicht vor. Dagegen steht fest, dass die Enzyme der Mikroalge in der Lage sind, freie Radikale zu binden. Das bedeutet, sie können Entzündungsprozesse hemmen. Ferner sagt man ihnen eine antiarthritische Wirkung nach. Aber auch Schwermetalle wie Quecksilber oder Kadmium vermag die Mikroalge zu binden. Das Immunsystem kann mit Spirulina gestärkt und Allergien verringert werden, da es den Histaminausstoß im menschlichen Körper bremst.
Wie bereits erwähnt, fühlt sich Spirulina in alkalischen Gewässern besonders wohl. Als Konsument können wir daher die Basen fördernde Eigenschaft nutzen, wenn wir das Problem einer Übersäuerung in unserem Körper haben.
Heilpraktiker greifen gern und oft auf die Wirkung von Spirulina zurück. Sie kann prophylaktisch, aber auch unterstützend bei der schulmedizinischen Behandlung mit eingesetzt werden. Nebenwirkungen bei der Einnahme von Spirulinaprodukten sind bisher nicht bekannt.
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