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Teebaumöl

Teebaumöl - Vielseitig anwendbar

Teebaumöl wird aus den Blättern des Teebaumes gewonnen. Der Fachausdruck für den Teebaum lautet Melaleuca. Zu dieser Gattung zählen mehr als 150 verschiedene Bäume und Büsche. Die wohl bekanntesten Sorten des Teebaumes sind der Melaleuca alternifolia, der sehr zarte Zweige und Blätter hat, und der Melaleuca leucadendron, der eher breite Blätter und kräftige Zweige hat.
Entdeckt wurde der Teebaum bereits 1770 in Australien, wo er auch heute noch weit verbreitet wächst. Da die Australier die Blätter und die Rinde dieses Baumes zur Herstellung eines Suds verwendeten, der dann für vielerlei Beschwerden verwendet wurde, nannte James Cook diesen Baum Teebaum.

In den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts gewann der Teebaum auch für die Wissenschaft große Bedeutung. Von nun an wurde der Teebaum genauer unter die Lupe genommen, denn ein ähnlich wirkendes Antiseptikum gab es in der Natur bis dato noch nicht. Bis heute hat das ätherische Öl des Teebaumes nicht an Bedeutung verloren. Auch in heutigen Zeiten wird es immer noch häufig gegen Bakterien, Viren und vor allem Pilzen verschrieben.

Zur Herstellung von Teebaumöl werden heute die Blätter und Zweigspitzen verwendet. Das Öl wird durch die Wasserdampfdestillation gewonnen. Das Ergebnis dieses Verfahrens ist ein helles, würzig riechendes Gemisch, in welchem ca. 100 Substanzen vorhanden sind. Von Produkt zu Produkt kann die Zusammensetzung dieser Substanzen jedoch stark variieren.

In sehr gutem Teebaumöl sollten jedoch zwei wichtige Hauptwirkstoffe nicht fehlen. Dabei handelt es sich zum einen um den Wirkstoff Monterpenalkohol, der mindestens zu 30 % enthalten sein sollte. Zum anderen ist das der Wirkstoff Cineol, der einen Anteil von vier Prozent jedoch nicht überschreiten sollte. Besonders diese beiden Wirkstoffe sind dafür verantwortlich, dass das Teebaumöl antiseptisch, bakterizid und fungizid wirkt. Dadurch kann es besonders vielseitig eingesetzt werden.

Zu den Einsatzgebieten des Teebaumöls gehören unter anderem die Behandlung von Bakterien, Viren und Pilzen. Außerdem wirkt das Öl schweißtreibend und fördert den Auswurf von schleimigem Husten. Die Stärkung des Immunsystems ist eine sehr willkommene Nebenwirkung des Teebaumöls. Aber auch Schmerzen und offene Wunden können mit diesem vielseitigen Öl wunderbar behandelt werden. Selbst Sonnenbrand kann mit dem Öl gelindert werden. Weitere Einsatzgebiete sind Akne, Läuse, Infektionen, Hautkrankheiten, Schnupfen, Stirnhöhlenvereiterung, Magenbeschwerden, Gicht, Neuralgien und einige mehr.

Das Teebaumöl ist in vielen Produkten enthalten. Besonders Produkte für empfindliche Haut, wie zum Beispiel Seifen, Flüssigseifen, Deodorants, Parfums und sogar Mundspülungen, enthalten das Öl des Teebaumes. Aber auch in Reinigern für den Haushalt kommt das Teebaumöl zur Anwendung.
Für die innere Anwendung ist das Teebaumöl jedoch nicht geeignet. Besonders das Kajeputöl ist in einigen Ländern sogar verboten. Schwangere sollten nicht mit diesem Teebaumöl in Berührung kommen.

 

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„Deine Nahrung soll Deine Medizin sein und Deine Medizin soll Deine Nahrung sein“

Hippokrates (460-370 v.Chr.)

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