Heilkräuter

Basilikum (Ocimum basilicum)

Basilikum – Basilienkraut (Ocimum basilicum), weitere Namen, unter denen das Basilikum bekannt ist, sind Hirtenkraut oder Königskraut. Letzter Name verweist auf die Wortherkunft des Namens, der im Griechischen königlich bedeutet und in einigen Ländern mit Göttlichkeit assoziiert wird. Seinen Ursprung hat das Basilikum wahrscheinlich in den afrikanischen Regionen, noch heute wird er hier in einigen Regionen, zum Beispiel Madagaskar, angebaut.

Das Basilikum zählt zu den Lippenblütlern und kommt hauptsächlich in tropischen und subtropischen Gebieten vor. Die größten Anbaugebiete sind Indien, Ägypten und Bulgarien. In der Kräuterkunde sind inzwischen über 60 verschiedene Arten bekannt. Das in Europa erhältliche Basilikum kommt hauptsächlich von Anbaugebieten in Italien, Frankreich und Afrika.

Basilikum ist wegen seines feinen, aromatischen Dufts vor allem als Gewürz sehr beliebt. Doch auch das aus den Blättern gewonnene Basilikumöl wird verwendet, das bei Verwendung in Salben entzündungshemmend wirkt. Darüber hinaus wird dem Basilikumöl eine schmerzlindernde und stressmindernde Wirkung zugeschrieben.

Die Anwendungsgebiete in der Küche sind vielfältig. Die Blätter des Basilikums werden entweder im Salat, als Würze für Nudelsoßen oder auf Pizzen verwendet, besonders in der italienischen Küche ist Basilikum ein weitverbreitetes Gewürz.

Basilikum wird im Handel sowohl frisch als auch in getrocknetem Zustand angeboten. Getrocknetes Basilikum verliert an Geschmack, jedoch nicht an den wichtigen Inhaltsstoffen. Eine gute Lagermöglichkeit für Basilikum ist, ihn in Öl, am Besten in Olivenöl, einzulegen.

Basilikum enthält einige wichtige Inhaltsstoffe, zum Beispiel ätherische Öle, aus denen das medizinisch genutzte Basilikumöl gewonnen wird, des Weiteren Estragol, Eugenol, Methylcinamat, Linalool, Citral und Cineol. Da die stark konzentrierten ätherischen Öle giftig sein können, sollte das ätherische Öl des Basilikums nur stark verdünnt und nicht innerlich angewendet werden.

In der Medizin findet Basilikum größtenteils Verwendung in der Behandlung von Harnwegserkrankungen und Erkrankungen des Verdauungsapparats eingesetzt. Salben mit Basilikumöl wirken beispielsweise anregend auf die Nebennierenrinde oder auch bei Darmentzündungen entzündungshemmend.

Basilikum als Bestandteil von Arzneimitteln findet man in der Behandlung von Verstopflungen, Magenkrämpfen, Erbrechen und Blähungen. Bei Harnwegserkrankungen wird Basilikum für die Behandlung von Blasen- oder Harnleiterentzündungen eingesetzt.

Basilikumöl ist auch hilfreich bei der Behandlung von Depressionen. Auch wird Basilikum in Form von Basilikumöl als Menstruationsförderung eingesetzt. In der Heilkunst des Ayurveda findet Basilikum sehr häufig Verwendung.

Anwendungsarten:

Verzehr: Basilikum kann in vielen Gerichten, vor allem in der italienischen Küche verwendet werden. Es werden nur die Blätter des Basilikums genutzt. Diese können klein gehackt einer Vielzahl von Speisen zugefügt werden. In Verbindung mit Quark erhält man einen gesunden Aufstrich.

Inhalation: Wird Basilikumöl kochendem Wasser beigefügt, so kann es bei der Behandlung von Nasen- und Stirnhöhlenentzündungen als Inhalationsmittel eingesetzt werden.

Tee: einen Teelöffel frische Basilikumblätter auf ¼ Liter kochendes Wasser. Die Blätter im Wasser 10 – 15 Minuten ziehen lassen.

Salbe: Basilikum in der Medizin wird meist in Salbenform angeboten. Hier wird die Salbe auf die schmerzende oder entzündete Stelle direkt aufgetragen.

 

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„Deine Nahrung soll Deine Medizin sein und Deine Medizin soll Deine Nahrung sein“

Hippokrates (460-370 v.Chr.)

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