Kräutertee

Beifusstee

Beifusstee

Sie sind einfach ein Geschenk der Natur. Sie schmecken nicht nur hervorragend, ihr angenehmer Duft, der sich im Haus verbreitet, ist für sich alleine genommen bereits ein guter Grund, um einfach mal eine Auszeit zu nehmen. Die Rede ist natürlich von den Kräutern, wie sie in der Natur vorkommen, ihren geschmacklichen Vorzügen und diversen heilenden Wirkungen. Die heilende Wirkung von Kräutern und deren Extrakten auf den Menschen ist bereits seit Jahrtausenden bekannt. Wurde in vergangenen Zeiten das Wissen um die heilende Wirkung streng geheim gehalten, so erleben wir derzeit einen wahren Ansturm von Publikationen rund um die Heilkräuter. Doch nicht nur die Wirkung dieses Naturgeschenks wird dabei hervorgehoben, sondern auch wie man ideale Bedingungen für die Aufzucht und Ernte im eigenen Gemüsebeet herstellt.

Damit Kräuter ihre positive Wirkung auf den menschlichen Organismus entfalten können, müssen die Säfte und Extrakte der Kräuter vom menschlichen Körper aufgenommen werden. Dies kann auf verschiedene Arten erfolgen. Früher wurden Kräuter für Heilzwecke auf offene Wunden aufgelegt. Mit der Behandlung durch Heilsalben, in welchen pflanzliche Kräuterextrakte enthalten sind, wurde diese Methode modernisiert. Eine andere, sehr beliebte Methode ist die Aufnahme von Kräutern durch das Beimengen bei Speisen. Neben dem positiven Effekt auf den menschlichen Körper verursachen die Kräuter auch einen angenehmen Geschmack der Nahrungsmittel. Eine ebenfalls sehr weit verbreitete und beliebte Methode ist jene der Zubereitung eines Heißgetränkes mit Kräutern. Derartige Heißgetränke werden oftmals irreführend als Kräutertee bezeichnet, was jedoch nicht korrekt ist, da derartige Getränke nicht die Tee-Pflanze selbst enthalten. Es gibt die verschiedensten Kräuter Heißgetränke. Je nach Geschmack und je nach Heilwirkung des Krauts werden sie verschiedentlich bevorzugt.

Einer der wenig bekannten Kräuter Heißgetränke ist der Beifusstee. Für die Zubereitung eines Beifusstees finden sowohl die Blätter wie auch die Wurzeln des Beifusskrauts Verwendung. Das Beifusskraut (lat. artemisia vulgaris) ist eine, auch in Europa beheimatete Heil- und Gewürzpflanze. Gleichzeitig gilt sie als die älteste Heilpflanze Europas.

Angeblich soll ihre Wirkung bereits unseren Urahnen bekannt gewesen sein, weshalb diese Pflanze wohl auch in den Kräutergärtchen der Steinzeit zu finden war. Jedenfalls gilt es als erwiesen, dass bereits den Heilern im alten Rom die Wirkungen dieser Pflanze bekannt waren. Das Beifusskraut hat einen angenehmen aromatischen Duft und Geschmack mit einer leicht bitteren Note. Die Wirkungen des Beifusskrauts sind vielseitig. Zum einen wirkt das Kraut antibakteriell, weshalb es volkstümlich auch als „Vertreiben von Parasiten“ bezeichnet wird. Im Wesentlichen gilt Beifuss jedoch als ein Frauenheilkraut. Die Extrakte der Pflanze gelten als Fruchtbarkeit stärkend und sollen auch sonst helfen, typische weibliche Schmerzen und Leiden, wie sie beispielsweise bei der Menstruation oder in den Wechseljahren auftreten.

Um einen Beifusstee zu bereiten, kann die gesamte Pflanze inklusive ihrer Wurzeln verwendet werden. Da Beifuss eine anspruchslose Pflanze ist, kann sie ohne Probleme im eigenen Garten oder auf dem Balkon gezogen werden. Voll ausgewachsen erreicht die Pflanze eine Höhe von bis zu 1,80 Meter. Besonders saftig ist die Pflanze, wenn sie viel Sonnenlicht bekommt. Im Gegensatz zum Beifusskraut schmecken die Wurzeln etwas weniger bitter, haben aber dieselbe Wirkung. Beifusstee eignet sich besonders, um die Muskulatur zu entspannen. Auch bei Kopfschmerzen empfiehlt sich der Genuss. Wegen der zu mindernden Menstruationsschmerzen sollte mit dem Trinken ca. 4 bis 5 Tage vor dem Einsetzen der Menstruation begonnen werden. Pur sollte wegen der stark anregenden Wirkung Beifusstee auf keinen Fall während der Schwangerschaft eingenommen werden. Auch sollte unter normalen Umständen das Heißgetränk pur nicht länger als 14 Tage eingenommen werden.

Beifuss führte lange Zeit ein Schattendasein neben vielen anderen Kräutern. Neu entdeckt erfreut sich das Heilkraut nunmehr großer Beliebtheit, was zu immer neuen Rezepten für die Zubereitung von Heißgetränken mit diesem Heilkraut führt.

 

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„Deine Nahrung soll Deine Medizin sein und Deine Medizin soll Deine Nahrung sein“

Hippokrates (460-370 v.Chr.)

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