Kräutertee

Labkrauttee

Labkrauttee

Viele Teesorten lassen uns in beruhigender Atmosphäre herrlich entspannen. Eine Tasse unseres Lieblingstees, vielleicht mit einer abendlich angezündeten Kerze, lassen uns den stressigen Arbeitstag vergessen und wir können dabei wunderbar relaxen. Aber es gibt natürlich nicht nur entspannende oder anregende Teesorten, sondern auch Teearten, die uns vielleicht geschmacklich nicht so munden, die unserem Körper bei Beschwerden aber sehr gut helfen können, wie z. B. der Labkrauttee.

Allerdings unterscheidet man Labkraut in drei verschiedene Arten:
Klettenlabkraut, weißes Labkraut und wahres Labkraut. Alle drei Sorten riechen stark nach Honig und werden für die Teeherstellung gleichermaßen genutzt. Das Klettenlabkraut besitzt kleine weiße Blüten und kann von Juni bis in den Spätsommer gesammelt werden. Diese Art bevorzugt nährstoffreiche Standorte.

Wahres und weißes Labkraut kann ab Juli und fast das ganze Jahr über geerntet werden. Das weiße Labkraut können wir auch im Winter unter trockenem Gras finden. Diese beiden Arten haben leicht bis stark gelb gefärbte Blüten.

Die Krautarten gelten hier als zähe Unkrautarten und dürften uns allen bekannt sein. Man findet sie häufig auf Wiesen, Äckern und an Zäunen.
Alle drei Pflanzen enthalten Gerbstoffe, Flavonoide, ätherische Öle, Glykoside und viel Kieselsäure. Den wenigsten Menschen ist heute leider noch die Wirkung des Labkrauttees bekannt. Doch gerade diese Teeart hat enorme Heilwirkung auf unseren Körper.

Labkraut wurde früher für die Käseherstellung als Labferment verwendet, da es die Milch schnell zum Gerinnen bringt. Selbst in den bäuerlichen Gebieten in Bayern wird dieses teilweise heute noch so praktiziert. Frisches Labkraut und zubereiteter Labkrauttee helfen äußerlich angewandt z.B. bei Milchschorf, Krätze und anderen Hautkrankheiten. Furunkeln, Mitesser und selbst schlaffe Gesichtshaut lassen sich mit Kompressen aus Labkrauttee sehr gut behandeln.

Innerlich angewendet reinigt Labkrauttee die Nieren, die Bauchspeicheldrüse, die Leber und die Milz von infektiösen Krankheitskeimen und toxischen Stoffen. Selbst bei Seitenstechen, Blasenentzündung, Blasensteinen und Lymphdrüsenstörungen kann man diesen Tee zur Heilung einsetzen. Auch bei Mandelentzündungen wird er zum Gurgeln genutzt und wirkt sehr gut desinfizierend. Die beste Wirkung des Labkrauttees erzielt man mit frisch geernteten Pflanzen.


Labkrauttee Zubereitung:

Hierfür nimmt man 1 gehäuften Teelöffel Labkraut und lässt diesen in ¼ Liter kochendem Wasser aufbrühen und etwa 15 Minuten zugedeckt ziehen.
Für die Herstellung von frischem Labkrautsaft wird dieses gewaschen und noch nass in die Saftzentrifuge gegeben und ausgepresst.
Der frische Labkrautsaft kann z.B. beim Abnehmen nützliche Dienste leisen. Hierfür sollte 3-mal täglich zwischen den Mahlzeiten ein Glas getrunken werden.

Frisch aufgebrühter Tee, abgekühlt, lässt sich perfekt für die schnelle Heilung bei Schürfwunden und leichten Verbrennungen einsetzen.
Wer sich aber nicht mit dem Ernten des Labkrauts vertraut machen möchte, aber auf dieses altbewährte Hausmittel nicht verzichten mag, hat natürlich die Möglichkeit, fertigen Labkrauttee in jeder gut sortierten Apotheke zu kaufen.

 

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„Deine Nahrung soll Deine Medizin sein und Deine Medizin soll Deine Nahrung sein“

Hippokrates (460-370 v.Chr.)

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