Kräutertee

Storchenschnabelkrauttee

Storchenschnabelkrauttee

In der Geschichte der Kräuterheilkunde gibt es viele Kräuter, denen eine ganz besondere Wirkung zugeschrieben wird, so auch beim Storchenschnabelkraut. Die Kräuterheilkunde verbindet mit diesem Kraut, das auch unter dem Namen Ruprechtskraut bekannt ist, eine fruchtbarkeitsfördernde Wirkung. Selbst moderne Hebammen raten zum Trinken von Storchenschnabelkrauttee, um die Fruchtbarkeit anzuregen. Schon Hildegard von Bingen beschrieb die Wirkung des Storchenschnabelkrauts zur Behandlung von verschiedenen Krankheiten.

Beim Storchenschnabelkraut unterscheidet man zwischen violettem und rotem Storchenschnabel. Für die Verwendung in der Kräuterheilkunde wird ausschließlich das rote Storchenschnabelkraut verwendet. Teemischungen mit Storchenschnabelkraut findet man in Apotheken als losen Tee und auch im Teebeutel, wobei die losen Mischungen ihre Wirkung besser entfalten können. Die Mischungen bestehen aus verschiedenen Komponenten, denen eine fruchtbarkeitsfördernde Wirkung nachgesagt wird. Daher enthält der Storchenschnabelkrauttee auch Johanniskraut, Frauenmantelkraut, Schafgarbe und Steinklee. Um die Fertilität zu unterstützen, sollte nicht nur die Frau, sondern auch der Mann regelmäßig diesen Tee genießen. Der Tee unterstützt dabei in der ersten Zyklushälfte den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut und unterstützt in der 2. Hälfte des Zyklus das Einnisten des befruchteten Eis.

Doch nicht nur für die Fruchtbarkeit kann Storchenschnabelkraut angewendet werden. Auch zur Blutstillung, zur Behandlung von Entzündungen oder Durchfall kann das Kraut genutzt werden. Die ätherischen Öle, vor allem das Geraniol, die in dem Kraut vorhanden sind, haben eine entzündungshemmende und antiseptische Wirkung. Aus diesem Grund kann man den Storchenschnabelkrauttee auch verwenden, um Schmerzen bei Gicht oder Zahnschmerz zu lindern. Ein alter Name dieses Heilkraut ist Warzenkraut; aus diesem Grund kann der Sud oder eine Tinktur aus Storchenschnabelkraut auch dazu verwendet werden, die Heilung von Akne oder Herpes zu fördern.

Storchenschnabel hat eine entgiftende Wirkung. Diese Eigenschaft macht den Storchenschnabel besonders zur Behandlungsunterstützung von Prellungen und Entzündungen geeignet. Im Zusammenhang mit der Fruchtbarkeit regulieren die Öle des Storchenschnabeltees die Hormone auf pflanzliche Weise und können so eine Empfängnis erleichtern.

Zur Zubereitung eines Storchenschnabeltees zur Verbesserung der Fruchtbarkeit werden 2 TL Tee mit kochendem Wasser aufgegossen und 10 Minuten ziehen lassen. Bevor man den Tee trinken kann, muss er vollständig abkühlen. Dieser Sud ist auch zur Nutzung für andere Anwendungsgebiete geeignet. Zur Steigerung der Fertilität sollte man über einen längeren Zeitraum eine Tasse Storchenschnabelkrauttee täglich trinken. Alternativ kann man auch den reinen Storchenschnabelkrauttee (etwa 2 Hände voll) in 0,7 l Weißwein geben und für 3 Minuten kochen. Wenn der Sud fast abgekühlt ist, wird ein Esslöffel Honig zugegeben. Von diesem Wein sollte man 2 Gläser pro Tag vor dem Essen trinken.

 

„Deine Nahrung soll Deine Medizin sein und Deine Medizin soll Deine Nahrung sein“

Hippokrates (460-370 v.Chr.)

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